Sacha Batthyany / Und was hat das mit mir zu tun?

Sacha Batthyany lebt und arbeitet in der Schweiz, er ist Journalist, eine Kollegin legt ihm einen Zeitungsartikel hin und weist darauf hin, dieser handle von seiner Familie. Sacha ist irritiert, er hat kaum Kenntnisse über seine Grosstante, die Gräfin, sie sei unermesslich reich gewesen und habe den Männern die Köpfe verdreht. Jetzt dieser Artikel über […]

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Sacha Batthyany lebt und arbeitet in der Schweiz, er ist Journalist, eine Kollegin legt ihm einen Zeitungsartikel hin und weist darauf hin, dieser handle von seiner Familie. Sacha ist irritiert, er hat kaum Kenntnisse über seine Grosstante, die Gräfin, sie sei unermesslich reich gewesen und habe den Männern die Köpfe verdreht. Jetzt dieser Artikel über die Frage nach der Schuld und der Verstrickung seiner Grosstante beim Massaker an 180 erschossenen Juden im österreichischen Rechnitz ein paar Wochen vor Kriegsende im März des Jahres 1945. Plötzlich steht der Name Batthyany also nicht gut da, Sacha wurde oft eher wohlwollend darauf angesprochen, immer wenn die Sissi-Trilogie im TV lief, denn dort tanzt Romy Schneider als Sissi mit einem Grafen Batthyany. Sacha ist in der Schweiz aufgewachsen, er weiss, seine Eltern wollten neu anfangen in diesem Land. Im wattiertesten aller Länder, glaubten sie, zur Ruhe zu kommen, taten alles, was man hier tut, assen Raclette, fuhren Ski und gaben ihr Bestes. Doch nie waren sie in der Schweiz heimisch. Ungarn haftet an seinen Menschen, Leid ist die Währung, die tragische Vergangenheit kann kaum bewältigt werden, die ruhmreiche Zeit, als die Batthyanys so vieles besassen und alles verloren haben wegen des Kommunismus, haftet immer noch auf manchen Familienmitgliedern. Sacha schreibt über die nicht wenig gewichtigen Probleme unserer Zeit und doch beschliesst er, nun sorgfältigste Recherche zu betreiben und die Geschichte seiner Familie zu ordnen, zu verstehen und zu durchleuchten. Auf einer Familienfeier bekommt er die Ablehnung der Familienmitglieder zu spüren, er solle den Familiennamen nicht in den Dreck ziehen und die Vergangenheit ruhen lassen, doch dies kann er nicht und will er nicht. Trotz Frau und Kindern reist Sacha weit herum, nach Russland mit seinem Vater, nach Buenos Aires zu Agnes, der Auschwitzüberlebenden, der Tochter derjenigen Eltern, die auf dem Schloss als Zwangsarbeiter zugegen waren, als diese Katastrophe sich anbahnte. Die Tagebücher seiner Grossmutter sind eine Hilfe bei der Recherche, wie auch ein kleiner Trost, diese Frau ist an ihrer Schuld zerbrochen, schrieb ihre Gefühle, ihre Not auf, versuchte, Agnes und deren Bruder Sandor in Auschwitz zu besuchen. Die Reise nach Russland führt Vater und Sohn auf den Spuren von Sachas Grossvater nach Sibirien, wo das Lager des Gulag von damals im Heute eine Hühnerfarm ist und bei 50 Grad unter Null die Spucke gefriert. Allein sechzig Millionen Russen sollen eines unnatürlichen Todes gestorben sein in der gesamten Zeit der kommunistischen Diktatur von 1917 bis 1992. So rutscht auch einmal ein Satz heraus, welcher Hitler neben Stalin viel weniger schlimm dastehen lassen will und auch die Faust eines Sohnes erhebt sich gegen einen Vater. Zuviel Leid und zu viel Geschichte lasten da auf Generationen. Der Autor selber hat diese grosse Aufarbeitung der Vergangenheit aber gemeistert, im Roman verdichtet und gekonnt Brücken ins Heute geschlagen. Ins Heute, wo er auf der Couch seines Psychoanalytikers Antworten findet, Sinn und Parallelen.

Sacha Batthyany / Und was hat das mit mir zu tun?

Fazit: Ein Monument der Zeitgeschichte!
Sacha Batthyany beweist einen ungeheuren Willen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, die Vergangenheit aufzuwühlen verlangt ihm so einiges ab, lässt ihn als Sohn den eigenen Vater angreifen und aber auch so zu verstehen, wie er ihn wohl nie zuvor verstehen konnte. Gegenüber allen Personen legt der Autor eine verantwortungsvolle Sorgfalt an den Tag und eine feine Sensibilität, er weiss um die Narben, die er aufreisst und er beweist auf höchste, menschliche Art, dass auch er bereit ist, einen hohen Anteil an seiner Familiengeschichte zu tragen. Sacha Batthyany gibt unumwunden zu, auch er wäre nicht ohne Schuld, er würde vermutlich nicht richtig handeln in einer extremen Situation. Diese Ehrlichkeit hat mich erschüttert und tief bewegt, dieser Roman ist ein wichtiges Stück Geschichtsaufarbeitung und erinnert an so viele vergangene Gräueltaten der Menschen. Ich bin begeistert, wie gekonnt der Journalist Batthyany in die erzählerische Romanform gefunden hat und dies auf so grandiose Art und Weise. Nahe Historie nicht zu vergessen, zu verstehen und in einen Kontext zur heutigen gefährlichen Zeit zu stellen. Ein grandioser Roman eines grandiosen Autors und beeindruckenden Menschen!

Sacha Batthyany ist mit „Und was hat das mit mir zu tun?“
nominiert für den Schweizer Buchpreis 2016.

Meine Wertung: 9/10

Sacha Batthyany / Und was hat das mit mir zu tun?
Ein Verbrechen im März 1945. Die Geschichte meiner Familie.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch, Seiten: 256

 

Kommentar

Sacha Batthyanys Roman ist ein Monument der Zeitgeschichte aus dem alten Ungarn, welches dem Adel huldigte, dann alles über die ganze Spanne der Weltkriege und des Völkermordes unter Hitler wie Stalin verlor. Wir durchleben etliche Gräueltaten der Menschlichen Spezies und auch deren Kunst des Verdrängens. Verdrängen will dieser Autor eben gerade nicht, er berichtet exakt und genau, was faktische Elemente angeht und vermag aber eine Wärme in seinen Roman einfliessen zu lassen, indem er nie anklagend ein Urteil über die Protagonisten bricht, sondern die Frage nach dem Warum einfülsam einflicht. Die Schweiz und überhaupt unsere heutige Ethik zeigt der Autor nur kurz auf, und das doch so prägnant. Ja, wir wissen ganz genau, was richtig und falsch ist. Und was hat dies mit uns zu tun?

Links zum Thema:
Das Geheimnis von Rechnitz – Die mit den Mördern tanzte (Frankfurter Allgemeine)
Massaker von Rechnitz (Wikiwand)
Das Grauen von Rechnitz (Süddeutsche Zeitung)
Erinnerungsbuch von Sacha Batthyany – Die Verbrechen der Verwandten (NZZ)

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Loribeth ist mit einem Bruder aufgewachsen und einer Mutter, die immer Huhn kochte, sie hatte keinen Fernseher, aber ein Radio, welches sie einem Wärter abgekauft hat. Der Vater, der ist also irgendwann gegangen und nun will ihn Loribeth suchen gehen. Leider hat sie, als sie ihr Bügeleisen aus dem Fenster geschmissen hat, ein Kind getroffen. Das Kind ist nun im Koffer des Vaters und die Wahrsagerin hat ihr geraten, diesen Koffer, welcher ihr ja nicht gehört, samt Inhalt dem Vater zurückzubringen. Das Kind hat an den Koffer geklopft, aber zum Glück hat die Wahrsagerin dies nicht gehört. Die Reise beginnt, Männer kommen des Weges, einer hilft der hungrigen Loribeth mit einem Stück Fischkuchen aus, ein anderer, der wäre eigentlich ganz brauchbar, er hat nur einen Fehler, er mag Kinder. Auch das Kind im Koffer möchte er gar gross ziehen mit ihr, aber Loribeth hasst Kinder, Tyrannen sind das, das Kind soll wieder in den Koffer. Es stinkt im Koffer, doch niemand scheint das zu bemerken, drei Hunde, gross und ekelerregend haben Loribeth zu Boden gedrückt, der Koffer ist dabei auch aufgesprungen und so hat das Kind ein Ohr verloren, dem Hund hat es geschmeckt und alle drei Biester zogen wieder ab. Die rote Stadt muss gesucht werden, dort findet sich ein Alter, der kennt Loribeths Vater, er bringt sie zur Frau mit dem schwangeren Bauch. Die Frau drückt Loribeth Geld in die Hand und schickt sie auf die Insel, dorthin ziehe sich ihr Vater immer zurück. Die Reise geht nun auch zu Wasser weiter, der Koffer erlebt hierbei sein grösstes Abenteuer, samt Inhalt… Eine Künstlergruppe lebt am Wasser, Loribeth eine Weile mit ihnen, dann besucht sie den Vater.

Michelle Steinbeck / Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch

Fazit: Eine schräge Reise, eine Vatersuche, ein Albtraum …
Eine Beschreibung zu Steinbecks Roman kann kaum gelingen, also ist es eine Zusammenfassung dessen, was mir am ehesten im Gedächtnis hängen geblieben ist nach der Lektüre des Romans. Es ist ein Roman, der verwirren kann, nichts ist klar, die wirre Story war dann auch nicht das, was ich mir von einem Buch wünsche. Aber ich habe durchaus Gefallen gefunden an einigen Textpassagen oder Aussagen im Buch:

„Ich dachte schon, lacht er wieder, ich finde Kinder nämlich grässlich. Ihre schrillen Stimmen und ihr Egoismus machen mich ganz krank.“

„… ihr schräges, unbestimmtes Lächeln – ich hasse es; es wirft Steine in die Traurigkeitssuppe zwischen meinen Rippen.“ (Äusserung über die Mutter)

„Gierig lecken sie an meinen Füssen; sie haben das Kind gefressen, nun wollen sie mehr. Ich schleudere Sand in ihre Schlünde; sie bäumen sich auf, schäumen. Sie strecken sich nach mir aus, türmen sich grauschwarz, saugen alles rundherum auf und krachen übereinander.“ (Wellen am Meer)

Nun ist dieses Debüt der jungen Autorin nominiert für den Schweizer Buchpreis 2016..

Meine Wertung: 5/10

Michelle Steinbeck / Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch
Verlag: Lenos, Seiten: 153

 

Kommentar

So, ich habe also Frau Steinbecks Buch gelesen, es ist nicht ein Buch, welches ich nun allen schenken mag, auch keines, das mir gefällt. Aber die ganze Aufregung um die Autorin, die befremdet mich dann doch, es geht nicht blutiger hin und her in diesem Roman als etwa in einem Krimi, gar nicht. Die viel verschrienen Finger zum Beispiel sind Würstchen im Glas und ich weiss für mich ganz genau welche und kann das gar lustig finden, diesen Vergleich, zumal er nun der Autorin zu so viel Aufmerksamkeit verhilft, da kann sie sich ja ins ganze Fäustchen lachen und nicht nur in ihre zarten Fingerchen. Um ein Buch kritisieren zu können, muss man es eben doch selber lesen. Das Ohr des Kindes, doch, das schmeckt dann einem Hund, aber liebe Leute, das ist für mich nur eine Ebene im Buch, eine fiktive meiner Meinung nach noch dazu. Der ganze Roman steht für mich nicht im Realen, er ist vielmehr wie ein Traum, oder Traumfetzen, die da vorbei treiben. Die Autorin hasst auch nicht Kinder, wir können über sie lediglich in Erfahrung bringen, dass sie in einer grossen Siedlung aufgewachsen ist und viel zu lange dort geblieben ist. Die vielen Kinder dort liessen sie offenbar nicht ausschlafen, so wie sie das gerne getan hätte. Steinbecks Schreiben ist also auch gezeichnet von selbst Erlebtem, ich habe mich immer gefragt, wo Loribeth unterwegs ist, ich dachte immer an Asien, offenbar hat die Autorin auf Reisen geschrieben, das werde ich sie gerne einmal fragen. Auch interessant finde ich noch die Frage, warum im Buch von Wärtern erzählt wird, wächst Loribeth in Gefangenschaft auf oder ist dies auch nur ein Mittel, dem Text schräge Fragen beizumischen? Vielleicht ist auch das reale Aufwachsen in der Siedlung der Autorin wie ein Gefängnis vorgekommen? Die Textstelle, wo Steinbeck die Wellen beschreibt, die gefällt mir ausgesprochen gut. Schreiben ist immer eine grosse Arbeit, lesen auch, was wir lesen wollen, dürfen wir zum Glück frei entscheiden. Ich begrüsse es, haben wir eine so breite Vielfalt an Büchern und Literatur, das ist ein grosses Glück!

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