Commissario Montalbano ist etwas angeschlagen, besser gesagt, angeschossen, darum arbeitet er eigentlich nur reduziert. Doch zur Zeit ist die Polizei eigentlich voll gefordert, denn eine junge Studentin wurde entführt. Die junge Frau, Susanna hat einen Freund, der in grosser Sorge um sie ist und stammt aus einer einst sehr wohlhabenden Familie, die Familie Mistretta. Susannas Mutter liegt im Sterben, sie hatte ihrem geliebten Bruder mir grossen Geldsummen zu Ruhm verholfen, doch dann brach der Kontakt zwischen den Geschwistern ab, daran zerbrach die Frau wohl schliesslich. Die Entführer scheinen wohl zu wissen, dass bei den Mistrettas kein Geld zu holen ist, aber sie verweisen das ganze Volk auch unmissverständlich auf den wahren Übeltäter den Bruder der Signora Mistretta, welcher sehr wohl über Geld verfügt und nun seine Schuld zurück bezahlen soll. Commissario Montalbano kann diesen Mann auch nicht leiden, aber diese Rufmordkampagne noch viel weniger. So kommt es, dass der Commissario im Alleingang und mit seinem klugen Köpfchen einer Wahrheit auf die Spur kommt.
Fazit
“Commissario Montalbano macht den Leser zum Wiederholungstäter”. So stand es in der ABENDZEITUNG und genau so empfinde ich es auch, liest man einen Fall, muss man alle haben. Camilleri versteht es, einen spannenden Krimi zu liefern, bei welchem wir aber auch ab und zu laut lachen können, und bei welchem uns ab und an das Wasser im Munde zusammen läuft, denn zweifelsohne handelt es sich um einen kulinarischen Feinschmecker-Commissario.
Meine Wertung: 6/10
Andrea Camilleri / Die Passion des stillen Rächers
Verlag: Lübbe, Seiten: 253
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