Helen Garner / Das Zimmer

by Manuela Hofstätter on 31. März 2009

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Es ist eine tiefe Freundschaft, die die beiden Frauen Helen und Nicola verbindet, so zweifelt denn Helen auch keine Sekunde, ihre Freundin drei Wochen bei sich aufzunehmen, damit diese eine Krebstherapie machen kann. Mein Haus ist dein Haus, so empfindet Helen, aber das Leben von Nicola gleicht dem ihren kaum mehr, denn Nicola hat Krebs im Endstadium, auch wenn sie dies auf keinen Fall wahr haben will. Die Pflege der kranken Freundin übersteigt Helens Kräfte bald, es ist nicht die viele Arbeit, welche sie überfordert, nein, es ist dieses ewige Lächeln der Freundin, welche sich verbissen wehrt, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass sie dem Tod ins Auge blicken muss. Nicola verkündet todkrank immer noch, dass der Krebs nächste Woche endgültig vertrieben sei und glaubt fanatisch an die zweifelhafte Therapie des dubiosen Klinik in welcher sie sich unter Riesenqualen behandeln lässt. Schliesslich platzt Helen aus Angst und Not der Kragen, dieser Wutausbruch ist aber äusserts wertvoll und heilsam für die Freundinnen.

Fazit
Eigentlich eine äusserst traurige Geschichte über Krebs, der einen Menschen aus dem Leben reisst. Aber diese Geschichte hat doch Humor und ist eigentlich auch eine Ode ans Leben und an die Kraft der Freundschaft. Berührend und etwas Besonderes.

Meine Wertung: 6/10

Helen Garner / Das Zimmer
Verlag: Berlin, Seiten: 174

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.


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