Jane ist die Tochter eines Ärzteehepaares. Ihre Eltern haben eine gemeinsame Halsnasenohrenpraxis und sie interessieren sich eigentlich für gar kein anderes Thema. Jane kam als Sturzgeburt in dieser Praxis zur Welt. Als Hebamme fungierte gezwungenermassen ein älterer, schwerhöriger Herr, welcher durch dieses Ereignis dann traumatisiert wurde, eine tragische Sache. Als Kind schon fühlte sich Jane unsichtbar, denn sie existierte für ihre Eltern nur dann, wenn sie etwa einen Schnupfen oder etwas derartiges vorweisen konnte, das ging so weit, dass sie sich selbst als grosse schwarze Nase darstellte. Ganz unsichtbar kann Jane als junge Frau nun auch in ihrer zweckmässigen Ehe dahin vegetieren. Doch dann kommt ihr Fred in die Quere. Fred ist der Besitzer eines nostalgischen Kinos, Jane und er werden grosse Freunde. Dieser in die Jahre gekommene und doch ganz und gar lebendige Fred wirbelt nun einiges auf in dieser Freundschaft. Jane nimmt ihre Ehe unter die Lupe, dies bringt erstaunliches zu Tage. Aber auch weitere beinahe magische Ereignisse bringen die junge Frau ins Rampenlicht des Lebens. Jane wird sichtbar, und wie!
Fazit
Wenn du ganz unten bist, bist du auf dem Weg nach oben. Schon dieser erste Satz zog mich in diese Geschichte hinein und ich kann nur sagen, ich liebe sie, eben diese Geschichte von Jane. Es zieht sich eine so starke Melancholie auf, in welcher man aber immer mehr und mehr das Lächeln findet und dieses siegt dann auch am Schluss und man ist einfach glücklich. Glücklich für Jane und glücklich auch, weil man diese Perle gelesen hat und gleich beschliesst ganz sichtbar sein zu wollen. Ich wünschte mir gleich einen Film von diesem Roman.
Meine Wertung: 9/10
Ivana Jeissing / Unsichtbar
Verlag: Diogenes, Seiten: 223
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