Paul und Lorna haben sich dazu entschlossen, ihre Träume zu leben und verlassen ihre Heimat England, um in Frankreich, in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen eine Auberge zu führen. Das Ehepaar ist fest entschlossen zu arbeiten, aber sie kommen gar nicht dazu, denn mit der eigenwilligen Starrköpfigkeit der Franzosen haben sie nicht gerechnet. Der Bürgermeister will nämlich nicht, dass die Fremden, ja noch weit schlimmer, Engländer im Dorf die Auberge leiten, er hatte eigene Pläne. Aber der Bürgermeister weiss einige Tricks und Erpressereien wie auch unsinnige Gesetze, lassen es eben so weit kommen, dass die Auberge schon wieder geschlossen wird, bevor sie überhaupt öffnen konnte. Paul und Lorna verfügen nicht mehr über genügend Mittel, um alle Reparaturen auf einen Schlag finanzieren zu können, sie rechneten mit den Einnahmen ihrer Arbeit, um immer wieder investieren und schrittweise modernisieren zu können. Allmählich ist auch ihr unerschütterlicher englischer Humor am Ende und sie sehen der traurigen Tatsache ins Gesicht, das sie im Dorf wohl doch nicht so willkommen sind, traurig bieten sie ihre Auberge zum Verkauf an. Aber zum grossen Glück gibt es eben auch noch die echten liebenswerten Franzosen im Dorf und die greifen, stetig, mutig und noch gerissener als ihr Bürgermeister ein und helfen Paul und Lorna. So erfahren viele Leute dann die Kraft wahrer Freundschaft und beherzten Helfens, wäre doch gelacht, wenn die Auberge nicht doch noch in neuem Glanz mit Lorna und Paul erstrahlen würde. So manches Dorfgeheimnis und eine Vielzahl von Geschichten der Bewohner schweissen diese letztendlich doch zusammen und selbst dem Bürgermeister wird verziehen.
Fazit: Ein französisches Dorf steht kopf
Eine amüsante leichtfüssige Geschichte mit dem richtigen Quäntchen Feinsinn und Poesie. Engländer und Franzosen, das kann gute Freundschaften hervor bringen, eigentlich gilt das für alle Verbindungen, wenn nur die richtigen Menschen aufeinandertreffen. Diese Geschichte zeigt uns dies ganz herrlich. Ferienlektüre oder ein leichter Lesegenuss um sich wie in den Ferien zu fühlen, Lust auf Frankreich?
Meine Wertung: 6/10
Julia Stagg / Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
Verlag: Hoffmann und Campe, Seiten: 349
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