Milena Agus / Die Gräfin der Lüfte

by lesefieber on 27. April 2010

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Der Palazzo der verarmten Adelsfamilie in Cagliari ist längst nicht mehr im Besitz der drei übrig gebliebenen Gräfinnen, sie haben es knapp geschafft, dass sie noch drei Wohnungen darin besitzen. Die drei Schwestern sind recht unterschiedlich, die eine glücklich verliebt und verheiratet, bloss der Kinderwunsch geht nicht in Erfüllung, die andere unglücklich verliebt in einen der kommt und geht, ja und dann ist da noch die dritte im Bunde. Das eigentliche Sorgenkind unter den Schwestern, die alleinerziehende unscheinbare, und oft schusselige Mutter eines Kindes, welches ständig querschlägt und kaum gemocht wird. Der Vater? Ja doch, den gibt es, aber mit der Gräfin will er nichts zu tun haben, einzig seinen Sohn unterrichtet er ab und zu am Klavier, dass der arme Junge aber diesbezüglich ein Riesentalent besitzt, das wäre fast verborgen geblieben, wäre da nicht ein Nachbar. Ein Nachbar, welcher alles verändert im Leben der unglücklichsten Gräfin des Palazzos. Der Nachbar ist eigentlich ja recht sonderbar, niemanden lässt er an sich heran, doch mit dem Jungen kann er gut und so langsam nähert er sich auch der Gräfin an, welche mehr als angetan ist. Und so passieren Dinge die kaum jemand für möglich gehalten hat.

Fazit
Etwas fremd ist mir die Welt der Gräfinnen in diesem Roman erschienen, spielt er doch im Heute und mutet aber oft an, als ob er in einer längst vergangenen Zeit spielen würde. Eigentlich war ich zuerst nicht so angetan von dieser Geschichte, aber komischerweise liefert sie so intensive Momentaufnahmen, welche mir bildhaft im Kopf hängen geblieben sind. Ich muss ich eingestehen, es war keine Zeitverschwendung diesen kleinen Roman zu lesen.

Meine Wertung: 6/10

Milena Agus / Die Gräfin der Lüfte
Verlag: Hoffmann und Campe, Seiten: 126


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