Leaper’s Fork ist der Ort, an dem seit Jahrhunderten die aussergewöhnliche Familie Belle lebt, die Frauen dieser Familie sind unbeschreiblich, es geht von ihnen ein Zauber aus, welchem sich noch nie ein Mann entziehen konnte. Sie sind wunderschön, die Bellefrauen, aber sie sind auch geniale Geschäftsrauen oder Menschenkennerinnen, man sagt, dass Angela die Gabe hat ihre Hand auf ein Neugeborenes zu legen und dann dessen Leben vorauszusehen. Angela ist jung, wild und oft schlampig gekleidet, aber als der Arzt Adam aus Boston in der Stadt eine Praxis eröffnet, verfällt er ihr hoffnungslos. Adams Verlobte und schliesslich dann Frau, zieht auch in die Südstaatenstadt, sie findet zwar dass hier alles schrecklich einfach sei, aber ihr kaltes eisiges Herz wird hier auch entflammen. Leider nicht für ihren Mann Adam, dieser leidet unter seiner frigiden Frau und kämpft gegen seine heissblütigen Gefühle Angela gegenüber an. Angela macht aus Adam einen leidenschaftlichen Arzt, er erbaut sogar ein Spital und lebt völlig für seine Patienten. Als eine Zigeunerin Charlotte Belle weissagt, sie werde sich verlieben, hat diese nur ein Lachen dafür übrig, holt sie sich doch die Männer immer nur für eines kurz ins Bett. Doch dann kommt wieder ein neuer Bürger in die Stadt, ein neuer Pfarrer, alles ist möglich und es passiert auch einiges, es geht heiss zu und her in der Gegend der Familie Belle.
Fazit
Hier haben wir den etwas anderen Südstaatenroman. Einerseits die Schnulze und andererseits eben doch so gar nicht. Ich bin ihr auf jeden Fall erlegen, der Magie der Erotik, wenn ich die Geschichte anfänglich banal fand, musste ich zuletzt feststellen, dass sie doch erfreulich anders und süffig ist.
Meine Wertung: 6/10
Paula Wall / Die Frauen der Familie Belle
Verlag: Knaur, Seiten: 350
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