Finn ist ein cleverer Junge, er weiss, dass sein Vater der Kranführer gestorben ist und auch, dass er es für Mutter schwer gemacht hat, sein Sterben, denn eine andere Frau bekommt nun Witwenrente. Mutter muss viel arbeiten im Schuhgeschäft. Plötzlich dann die Idee, ein Untermieter soll dafür sorgen, dass sie es etwas leichter haben. Allerdings führt Mutter dann ein seltsames Gespräch mit einer Frau, und statt dass diese ihre neue Untermieterin wird, eröffnet die Mutter Finn, dass sie zusätzlich zum immer noch gesuchten Untermieter noch ein Mädchen in ihrer kleinen Wohnung aufnehmen werden, Linda, Finns Halbschwester. Finn weiss weder ein noch aus, aber doch geht das Leben seinen Weg. Linda ist anders irgendwie, doch Finn liebt seine Mutter, selbst wenn er zurzeit irgendwie schrecklich wütend auf sie ist, weil sie ihm so viele Dinge verheimlicht. Ein Untermieter, Kristian, findet sich dann auch noch ein und ist ein ganz besonderer Kerl, besitzt einen Fernseher und verschafft Finn, Linda und Mutter den Sommerurlaub ihres Lebens. Aber auch wenn das alles recht herrlich ist, Finn kann mit Kristian nie ganz warm werden. Finn ärgert sich, als er feststellt, dass Linda die Sonderklasse besucht, er stellt sich wütend gegen seine Mutter und beweist dieser, dass Linda bereits lesen kann. Finn hat Linda vieles gegeben, ihr vieles beigebracht, er hat an sie geglaubt. Jetzt aber soll Linda Eltern erhalten, einfach weggenommen werden von Finn und seiner Mutter …
Fazit
Oslo in Jahre 1961 und eine Geschichte in einer so besonderen Sprache und einem so eigenen Ton, dass wir fasziniert beobachten, was mit den Figuren Mutter, Sohn und Halbschwester passiert. So unbeschwerte Momente wir auch miterleben dürfen, ahnen wir doch auch bei jeder Zeile, diese Melancholie, die wird nicht einfach weggehen … Ein berührendes Buch.
Meine Wertung: 7/10
Roy Jacobsen / Der Sommer in dem Linda schwimmen lernte
Verlag: Osburg, Seiten: 270
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