Charly lebt im Hochhaus, mit seiner Mutter und seinem grossen Bruder Henry, welcher aber eigentlich nie mehr zu Hause ist. Charly liebt seinen Bruder und er merkt, wie es seiner Mutter das Herz zerreisst, dass Henry einen gefährlichen Weg eingeschlagen hat. Henry nimmt Drogen, dann kann er die Welt besser ertragen. Charly ist da ganz anders, er stellt sich viele Fragen, er hat seine eigene Philosophie und er mag Bücher und hat wirklich richtig gute Freunde. Diese Freunde stehen ihm dann auch bei, als die Polizei seine Mutter mitnimmt. Charly hat gleich gemerkt, dass dieses Mal alles anders ist, denn seine Mutter hat ihn nicht angelächelt, als die Beamten sie abführten, im Gegenteil, sie hat ihn willentlich übersehen. Charly streift durch die übelsten Orte der Banlieues, er will Henry finden, ihn fragen, was wohl zu tun sei. Zum Glück ist Charly verliebt in Mélanie, das gibt ihm Kraft, denn es ist nicht nur leicht, das Leben, welches viele Fragen aufgibt und besonders jetzt, wo die Liebe seiner Mutter ihm aufs schmerzlichste fehlt. Aber in einem ist sich der erst zehnjährige Charly sicher, alles was man tut im Leben sollte man mit ganzem Herzen tun und man soll lieben, das wurde ihm gesagt und daran hält er fest.
Fazit
Eine einzigartige Geschichte über einen betörend cleveren sowie liebenswerten Jungen und dessen Leben in den Pariser Banlieues. Ein Leben voller kleinen Weisheiten eines Jungen, der sich behauptet und der liebt, leidet, hofft und immer wieder alles gibt! Ein Buch das auf ganz besondere Weise nachhallt.
Meine Wertung: 7/10
Samuel Benchetrit / Rimbaud und die Dinge des Herzens
Verlag: Aufbau, Seiten: 254
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