Susanna Tamaro / Erhöre mein Flehen

by Manuela Hofstätter on 10. November 2007

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Marta rebelliert gegen ihre Grossmutter, es sind wütende Gefühle, die in ihr an die Oberfläche drängen. Aber dann wird die Grossmutter Olga krank, als sie zum ersten mal von Ufos erzählt, lacht Marta los und denkt, es handle sich um einen Scherz. Der Verfolgungswahn der Grossmutter verlangt Marta einiges ab, doch er dauert nicht lange an, denn die alte Frau stirbt. Nun sind da nur noch die Einsamkeit und die vielen Fragen. Wer war ihre Mutter, wieso starb sie so früh? Wer ist ihr Vater? Auf dem Dachboden findet Marta eine Schachtel voller Karten Briefe und Fotos, der Weg zu ihrem Vater ist aufgegleist. Der Vater, ein völlig ichbezogener Mensch reagiert gar nicht auf die Tochter, Marta besucht ihn dennoch ein paar Mal. Schliesslich macht sich Marta auf nach Israel, dort gibt es noch einen weiteren und letzten lebenden Verwandten. In Israel findet Marta Menschlichkeit und ihre Berufung, ein Weg öffnet sich. Es gab einen Anruf von ihrem Vater, so richtet man Marta aus, man konnte sie aber nicht finden. Es gibt einen zweiten Anruf aus der Heimat für Marta und der lässt sie sofort zurückreisen, aber nicht aus dem Grunde, den man hier jetzt vielleicht annahmen könnte…

Fazit
“Geh wohin dein Herz dich trägt” das war für mich vor zehn Jahren ein grandioses Buch und so freute ich mich auf eine Fortsetzung dieser Geschichte von damals und auf ein Wiedersehen mit Olga und deren Enkelin Marta. “Erhöre mein Flehen”, fängt dann auch vielversprechend an, doch so von der Mitte weg, war es für mich dann schon eher etwas bemühend. Gewiss findet man tiefe schöne und wahre Szenen einer Wurzelsuche und der Desillusionierung und dann des Neuanfangs, aber ich habe das etwas anders noch erwartet… Aber es sollen sich alle ihr eigenes Bild machen und die neue Tamaro lesen.

Meine Wertung: 5/10

Susanna Tamaro / Erhöre mein Flehen
Verlag: C. Bertelsmann, Seiten: 221

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.


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