Unter äusserst kargen und ärmlichen Bedingungen wächst in einer algerischen Familie ein Junge auf, der Vater ist glücklich, er hat das Letzte investiert und Schulden gemacht, es sieht gut aus, eine reiche Ernte kündigt sich an. Doch das Unglück schlägt brutal zu, die Ernte ist dahin und auch wenn der Vater arbeitet bis zum umfallen, es sieht schlecht aus für die Familie. Schliesslich bringt der Vater seinen Sohn zu seinem Bruder. Der wohlhabende Apotheker lebt im europäischen Teil der Stadt Rio Salado, er und seine Frau sind kinderlos und um so erfreuter über den Entscheid des Bruders. Von nun an heisst der Junge Jonas, anfänglich noch völlig unglücklich und überfordert vom Luxus seiner Welt, ist er aber bald von der Liebe seiner neuen Eltern und dem aufregend neuen Lebensstil angetan. Das Leben des heranwachsenden jungen Mannes ist geprägt von der Zerrissenheit seines Landes, der Krieg ist grässlich und auch wenn Rio Salado lange Zeit gänzlich unbescholten bleibt, holt er Jonas und seine Stadt doch ein. Seine Freunde sind Christen und Juden, er denkt und lebt wie sie, aber seine Wurzeln und sein Herz sind muslimisch. Wem gehört dieses Land nun denn? Diese Frage ist für Jonas nicht so leicht zu beantworten. Eine tragische grosse Liebe verfolgt Jonas zu alledem ein Leben lang, eine Freundschaft zerbrach und dies lässt Jonas Herz besonders leiden. Das Leben und die Geschichte geht weiter und wir dürfen Jonas als älterem Mann nochmals begegnen und einiges aus seinem Leben noch erfahren.
Fazit
Eine tief berührende Lebensgeschichte des algerischen Jungen Jonas. Einblicke in die bewegende Geschichte Algeriens. Der Autor Yasmina Khadra präsentiert uns spannende Landesgeschichte, ein bewegendes Lebensbild und die grosse schicksalshafte Liebesgeschichte, oder vielmehr Tragödie verpackt in einem bunten, eindrücklichen Roman. Ein Roman der nachhallt im Herzen und unvergesslich ist.
Meine Wertung: 8/10
Yasmina Khadra / Die Schuld des Tages an die Nacht
Verlag: Ullstein, Seiten: 414
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