Ausserirdische

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Delia, eigentlich ein ganz normales junges Mädchen, arbeitet in den grossen Ferien in der Fleischfabrik des kleinen Provinzstädtchens in welchem sie lebt. Delia hat ihre Mutter verloren und lebt bei ihrem Vater, welcher als Alleinerziehender überfordert ist, aber was Delia nun erzählt, sprengt den Rahmen aller im Städtchen, deswegen wollte es der Polizist auch unter Verschluss halten. Delia hat der Polizei erzählt, sie sei zu Besuch in einem Raumschiff gewesen und habe Ausserirdische getroffen. Die Frau des Polizisten sorgt dafür, dass alle, aber auch wirklich alle Leute der Umgebung von dieser Sache vernehmen und Delia ist zu allem Übel auch noch schwanger, natürlich von einem Ausserirdischen, wie sie felsenfest beteuert. Der Kornkreis, welchen man findet, der wird als stümperhaft entlarvt, aber die völlig platt gewalzte Kuh in dessen Mitte gibt da doch viel Anlass zu Fragen. Keine Schleif- oder Wagenspuren deuten darauf hin, dass das riesige Tier auf natürliche Art und Weise in den Kreis gelangen konnte. Gerne möchte man versuchen diese Dinge nicht an die grosse Glocke zu hängen, aber ein Journalist eines bekannten Blattes ist sofort an der Story dran. Die Lage wird noch weitaus spektakulärer, zwei Freundinnen Delias sind auch schwanger, auch sie halten eisern an der Geschichte der ausserirdischen Befruchter fest. Neu im Städtchen ist der junge Bibliothekar, welcher für Delia schwärmt und ihr Gehör und ein Stück weit auch Glauben schenkt. Der junge Mann ist überzeugt, dass das Lesen Antworten auf alle Fragen der Welt bietet und so weiss er denn auch innert Kürze so einiges über die Bewohner des Städtchens. Aber die Wahrheit um Delias Fall bleibt ihm verschlossen. Als sich die Lage zuspitzt und die Kirche wie auch Delias Vater für sie zur Bedrohung werden, will er gar als Vater einspringen. Delia ist gerührt, aber auch traurig, weil er immer versucht die Wahrheit herauszufinden. Warum glaubt keiner Delia und ihren Freundinnen? Ja es klingt verrückt, aber sie sind die lebenden Zeugen, welche bestätigen können, dass es fremde Existenzen gibt. Oder etwa doch nicht?


Fazit: Glauben Sie an Ausserirdische? Ausserirdisch gut!
McCarten vermag uns so glaubwürdig an der Hand zu führen, dass wir ihm das Unfassbare abnehmen! Dieser Autor ist ein grosser Erzähler und er kennt die Menschen so gut, dass wir staunen und rätseln, verblüfft sind und fasziniert, völlig inmitten einer skandalösen Geschichte erkennen wir unsere Lust auf Klatsch und das pure Leben! Ach und diesen Bibliothekar in diesem Roman, den muss man einfach kennenlernen…

Meine Wertung: 8/10

Anthony McCarten / Liebe am Ende der Welt
Verlag: Diogenes, Seiten: 360

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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