Band

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Als junge Italienerin in der Schweiz aufgewachsen, reist die junge Maria mit einer Freundin nach Jamaika und findet dort, die Lebensphilosophie, welche sie immer gesucht hat. Als Rastafari kehrt sie in die Schweiz zurück und bleibt nicht lange in Zürich, sie lernt den Mann kennen, welchen sie kurz darauf heiratet, einen Musiker aus Ghana. Sie begleitet die Band auf ihren Touren durch mehrere Länder und die erste grosse Bewunderung und Verliebtheit bekommt einen Riss, als ihr Partner ausrastet und sie gar schlägt. Mit Veilchenauge wird trotzdem geheiratet und ein abenteuerliches Leben in Ghana beginnt. Zuerst verkauft Maria Glasschmuck, bald noch viele andere Waren, sie verliert den ersten Sohn unmittelbar nach der Geburt, aber bald folgen zahlreiche andere Kinder, sie leistet und erduldet Ungeheures und dann bestätigt sich noch ihr grausamer Verdacht, ihr erster Sohn ist nicht tot, er wurde verkauft. Mittlerweile empfindet Maria aber wirklich gar nichts mehr für ihren Mann und mag auch nicht mehr für ihn aufkommen, sie will die Scheidung, er natürlich nicht. Was folgt ist die alte leidige Geschichte, Rückkehr von Mutter und Kindern in die Schweiz, dann Entführung der Kinder nach Ghana durch deren eigenen Vater und schliesslich der Kampf der Mutter um ihre Kinder.


Fazit
Leider erinnert dieser autobiografische Roman schon auch an die berühmte Geschichte der “Weissen Massai”. Die Naivität der Frau nervt und doch ist “Der gestohlene Sohn” eine etwas nachhaltigere Lebensgeschichte. Die Autorin vermittelt vieles über die Musik der Rastas und deren Lebensphilosophie, sie erzählt von ihrer Arbeit für die “Zwölf Stämme Israels” und deren Glaube, welchen sie lebt. Auch bemerkt man den Verlag hinter dem Roman, das hat ihm sicher gut getan. Ein kunterbuntes Lebensporträt einer besonderen Frau und mehrfachen Mutter, ganz sicher viel lesenswerter als der genannte Bestseller.

Meine Wertung: 4/10

Maria Cosentino / Der gestohlene Sohn
Verlag: Kommode, Seiten: 288

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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