Demenz

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Das heitere Spiel der Kinder wird unterbrochen, als sie eine Entdeckung machen, welche sie verschreckt. Eine junge Frau im grünen Paillettenkleid, welche sich seltsam entrückt sich hin und her wiegend am Boden zusammen kauert, das sieht man nicht alle Tage. Tatsächlich kann auch die Polizei der Frau kein Wort entlocken und beschliesst, diese in die Psychiatrie einzuweisen. Einer Psychologin gelingt es schliesslich, das Vertrauen der jungen Frau zu erlangen. Allerdings will die Patientin ihren Namen nicht nennen, dafür kann sie plötzlich sehr gut sprechen. Was die Psychologin nun alles von der jungen Frau erfährt, kann man fast nicht verkraften, das Leben der Patientin muss in der Kindheit die Hölle gewesen sein. Als Kind war sie nächtelang alleine mit ihrem schwer dementen, alten Vater. Heute scheint die Patientin sich zu prostituieren, erzählen kann sie zumindest ganz nüchtern davon. Aber was ist wahr an all den Geschichten der jungen Frau, warum ist sie in eine solche schlimme Situation geraten, was ist ihr passiert? Zeitgleich wird der Polizei gemeldet, dass vor der Villa eines alten Rentners seit Tagen Hunde bellen. Dort eingetroffen stellen die Beamten fest, dass der alte Mann in seiner Villa brutal ermordet wurde. Zufall, oder gibt es einen Zusammenhang zwischen dem alten, toten Mann und dem verstörten Mädchen in der Klinik?


Fazit: Nichts ist, wie es scheint!
Sawatzki, bisher als Schauspielerin (Tatort Kommissarin) bekannt, legt einen subtilen Roman vor. Das verstörte Mädchen berichtet frei heraus seiner Psychologin. Eigentlich ist der Roman von einer gar linearen Handlung ausgezeichnet, aber genau das ist verwirrend beim Lesen. Zumindest in meinem Hirn suchte ich ständig nach verrückten Wendungen, Handlungssträngen und Weiterem. Dieser Roman ist fast ein bisschen absehbar, aber dieses Psychogramm, welches uns da offengelegt wird, das beeindruckt auf bizarre Art und Weise. Ein faszinierendes Buch.

Meine Wertung: 7/10

Andrea Sawatzki / Ein allzu braves Mädchen
Verlag: Piper, Seiten: 176

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