Erpressung

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Peter Taler muss sich im Leben wieder zurechtfinden, seit er seine geliebte Frau verloren hat, lebt er zurückgezogen. Sie hat fotografiert, nun steht er stundenlang vor ihren Bildern und versucht darin einen eventuellen Hinweis auf ihren Mörder zu entdecken. Laura wurde erschossen vor ihrer Haustüre. Die Polizei ermittelt bislang erfolglos, nun hat aber Peter einen Teil eines Mofas auf Lauras Bildern entdeckt und er denkt dieses Mofa könnte Lauras Mörder gehören. Aber genauso sehr wie Lauras Täter möchte Peter Taler auch herausfinden, was es mit dem alten Knupp, einem seltsamen Kerl aus dem Nachbarhaus auf sich hat. Irgendetwas hat sich beim Blick aus dem Fenster verändert. Als Taler weiss was sich verändert hat, nimmt er es mit dem sonderbaren Knupp auf, den die beiden Männer beobachteten sich gleichzeitig und der Knupp fotografiert auch pausenlos hinter seinem Fenster. Die beiden Männer haben eine Gemeinsamkeit, auch Knupp hat seine über alles geliebte Frau zu früh verloren. Aber der Alte hat eine Theorie, einen Plan, welchen er akribisch auszuführen gedenkt und nichts wird ihn daran hindern. Zuerst kann der Alte Taler fast erpressen ihm zu helfen, denn er scheint auch Fotos zu besitzen, auf welchen das Mofa ganz zu erkennen ist, aber immer mehr und mehr ist Peter Taler von der irrsinnigen Theorie von Knupp fasziniert. Als Taler noch vernimmt, dass auch Laura sich für diese Theorie interessiert haben soll, beginnt er den alten Knupp bedingungslos zu unterstützen. Also werkeln plötzlich zwei Männer seltsam und bar jeglicher Logik in einem Garten rum und schliesslich lassen sie gar Baumaschinen auffahren, um die komplette Umgebung zu verändern. Sollte es tatsächlich so sein, dass die Zeit nicht existiert, so werden es Knupp und Taler beweisen und ihr Leben wird wieder in Ordnung sein, koste es, was es wolle.


Fazit: Der Zeit ein Schnippchen schlagen? Suter lesen!
Martin Suter versteht es selbst mit dem grössten Irrsinn einer Idee seiner Protagonisten die Leser derart in Bann zu ziehen, dass das Wunder passiert und die Zeit nicht mehr existiert. Suter macht in der Tat süchtig und eben, es braucht keine Zeit, diesen Roman zu lesen…!

Meine Wertung: 8/10

Martin Suter / Die Zeit, die Zeit
Verlag: Diogenes, Seiten: 295

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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