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Alfred Jasper, ein bekannter Politiker und Nationalrat, ist im Berner Oberland am Faulhorn abgestürzt und muss tot geborgen werden. Die Polizeimeldung «Zeugenaufruf: Wanderer abgestürzt», verrät den Namen des Toten natürlich nicht, doch die Zeitung «Aktuell» bringt den Namen Jasper rasch ans Tageslicht. Bei «Aktuell» freut sich der junge Reporter Alex Gaster, dass er sich in die Story reinhängen darf, er träumt davon das erste Mal seinen Namen auf die Seite Eins bringen zu können und ist voll motiviert. Doch Alex’ Chef Peter Renner, gibt auch der jungen Kollegin Sandra die Chance zu recherchieren. Alex und Sandra mögen sich eigentlich ganz gut, sie sind Studienkollegen und in der Redaktion munkeln so manche, dass aus ihnen gewiss ein Liebespaar werden wird. Doch Alex ist liiert, und zwar schon seit langer Zeit, doch die Beziehung zu Mara kriselt arg. Wenn es um die Arbeit geht, kennt Alex aber doch den Neid, er will die Story haben, unbedingt. Doch auf die erste Seite schafft es leider der Politik Chef Haberer mit einer brisanten Geschichte über die Schweizer Armee. Alex ist am Faulhorn mit einem Fotografen unterwegs auf Spurensuche und macht einen grausigen Fund, und auch diese Story bekommt nicht die erste Seite. Dann lernt er die Tochter des Hüttenwarts kennen und verliebt sich, dass diese Frau in die ganze Geschichte verwickelt ist, erfährt Alex spät, zu spät? Inzwischen haben sich Alex und Renner derart in diese Story verbissen, dass Alex sich gar über alle Berufsethik hinwegsetzt und sogar einen Diebstahl begeht, um an Daten zu gelangen. Die Daten sind heiss, so heiss, dass sich plötzlich sogar internationale dubiose Figuren, wie auch die Schweizer Regierung darum reissen. Doch die Verlegerin von «Aktuell», Emma Lemmovski, stellt sich quer. Sie will, dass nichts mehr zum Fall Jasper geschrieben wird. Was Renner und Alex nicht wissen, ist, dass die Lemmovskis bedroht werden und Emma für ihren Mann und ihre Familie diese Entscheidung glaubt treffen zu müssen. Doch Alex schreibt die Story, die ganz grosse Wahrheit und er und sein Chef sind überzeugt, dass sie in Druck gehen wird. Es brodelt, in der Politik, bei der Zeitung und auch in Alex’ Privatleben …


Fazit: Die Wahnsinnsstory aus der Schweiz!
Spannung pur in diesem Roman, Krimi, ja beinahe Thriller von Philipp Probst! Die Figur des aufstrebenden Journalisten Alex gefällt mir aber auch die völlig verstrickte Story fesselt von Anfang an, die tiefen Einblicke in die Arbeitswelt und Vorgehensweise der Medien und Journalisten ist berauschend und erschreckt zugleich. Ich frage mich, ob Probst, der ja ganz genau weiss, wovon er schreibt, über das mediale Umfeld übertreibt, oder noch untertreibt, was ich beinahe befürchte. Nach Stieg Larssons mit «Mikael Blomkvist» kommt bei mir nun die Schweizer Variante: Alex Gaster!

Meine Wertung: 7/10

Philipp Probst / Der Storykiller
Verlag: Appenzeller, Seiten: 446

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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