Frankreich

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Im Frühling zieht der junge Léon Le Galles mit siebzehn Jahren aus in die Selbstständigkeit. Mit dem Rad unterwegs zu einer neuen Ortschaft und einer Arbeitsstelle an einem kleinen Bahnhof begegnet er Louise zum ersten Male. Das kecke Mädchen geht ihm nicht mehr aus dem Sinn, aber Louise und Léon brauchen eine ganze Weile, bis sie sich eingestehen, dass sie sich mögen. Doch die junge Liebe wird früh und abrupt auseinandergefetzt, das Paar gerät in einen Bombenangriff und findet sich danach nicht wieder. Beide sind davon überzeugt, dass der jeweils Andere den Angriff nicht überlebt hat. Aber zehn Jahre später ist sich der inzwischen verheiratete Léon sicher, «seine» Louise an einer Metrostation inmitten von Paris gesehen zu haben. Léons Ehefrau Yvonne, reagiert heftig, sie zwingt ihren Mann diese andere Frau zu suchen, sie will nicht seine Zerrissenheit und Ungewissheit ertragen. Die Ehe von Léon und Yvonne verläuft kinderreich und ruhig, Léon fand zwar Louise, doch diese lehnte nach einer gemeinsamen Nacht jeglichen weiteren Kontakt strikte ab. Das Leben geht weiter, die Deutschen marschieren in Paris ein, es ist der Zweite Weltkrieg, welchen Léon wie auch Louise erleben müssen, weit weg voneinander. Weil sie nicht weiss, ob sie Paris jemals wieder sehen wird, schreibt Louise ihrem Léon Briefe, ehrliche Briefe, sie zeugen von ihrer ungebrochenen Liebe zu ihm. Ob sich Léon und Louise nochmals begegnen?


Fazit
Dieser Roman von Capus hat mich überzeugt, die Sprache ist so herrlich kraftvoll und die Personen und ihre Geschichten so einzigartig. Besonders unter die Haut gegangen ist mir die Figur der Ehefrau Yvonne und welche Entwicklung sie nimmt, aber auch ein Clochard sowie alle anderen Figuren bleiben im Gedächtnis haften, diese Geschichte vergisst man so schnell nicht wieder.

Meine Wertung: 8/10

Alex Capus / Léon und Louise
Verlag: Hanser, Seiten: 315

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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