Freiheit

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Alma, Lisa und Mona verbindet eine innige Frauenfreundschaft seit vielen Jahren, sogar einen Mann haben sie sich quasi geteilt, aber wie sehr und mit welchen Konsequenzen, das haben sich die reifen Damen bis heute nicht gänzlich erzählt. Aber kommen wir zu diesem Mann, Paul, er ist Maler und eben ein faszinierender Mann, anfänglich stand er etwas unter den Fittichen seines Bruders Max, aber was die Frauen anging, da war er Paul immer derjenige, der erfolgsverwöhnt war und es geblieben ist bis heute. Alma lebt mit Paul zusammen, sie hat ihm seine vielen Affären gelassen, doch heute bringt er sie für einmal richtig in Rage. Paul hat Alma nämlich verkündet, dass er sein Bild der Göttin wieder haben wolle, dabei hat Alma ihn zu diesem Bild inspiriert und er hat es ihr für immer überlassen, aber jetzt behauptet Paul, seine wahre Liebe gefunden zu haben und Alma vermutet, dass er auch deswegen ihr Bild zurück will. Paul lebt schon lange in Frankreich und Alma hat er die schöne Wohnung in Zürich überlassen. Anfangs reiste Alma ständig nach Frankreich zu ihm, dann wurden ihre Besuche seltener. Heute bereitet sich Alma freudig auf das Treffen mit ihren Frauen vor. Lisa war ja Pauls erste Liebe, aber dann lebte Lisa in einer neuen Beziehung, diese führt sie immer noch und sie ist endlich richtig glücklich. Mona ist verheiratet und hat drei Kinder, welche inzwischen schon junge Erwachsene geworden sind. Alma geniesst das Beisammensein mit Ihren Freundinnen, sie vertraut ihnen auch den Kummer an, welchen ihr Paul bereitet und ihre Erzählung löst etwas aus, womit keine von Ihnen gerechnet hat. So wird die Frauenfreundschaft unmittelbar herausgefordert zu handeln, sie reisen alle drei nach Frankreich zu Paul und es geht um weit mehr als das Bild der Göttin. Paul, anfänglich etwas überrumpelt von diesen drei Frauen, zieht dann alle Register seiner Verführungskunst, denn “seine” reifen Weiber gefallen ihm immer noch ausnehmend gut, aber er gerät auch ein bisschen ins Grübeln, was zum Teufel hat sie gleich alle drei zusammen zu ihm geführt, das von Alma begehrte Bild allein, das kann doch nicht der alleinige Grund dafür sein?


Fazit: Beziehungskisten auspacken.
Eine absolute Neuentdeckung, dies ist der erste Roman von der Schweizer Autorin Christine Fivian und dazu ein äussert gelungener noch dazu. Drei starke, reife Frauen und ein Mann, der sie immer auch verbunden hat, müssen sich nun noch einmal ihrer Vergangenheit zuwenden und genau hinschauen, was passiert ist und warum, ihre Freundschaft erfährt eine erneute Reifeprüfung, welche es zu bestehen gilt. Fivian weiss von einer faszinierenden Generation zu erzählen, von Freiheit, von Lust und dann aber auch von Geheimnissen, die plötzlich aufbrechen müssen und im Heute eine Lösung finden sollen. Roman, Lebens- und Liebesgeschichte sowie auch fast ein Krimi auf 170 spannenden Seiten, wahrlich ein gelungenes Debüt!

Meine Wertung: 7/10

Christine Fivian / Das Bild
Verlag: Xanthippe, Seiten: 170

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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