Journalist

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Henning Juuls Leben hat tiefe Narben bekommen, unsichtbare seine Seele, deutlich sichtbare sein Gesicht, nie wieder kann er furchtlos etwas betrachten, das mit Feuer zu tun hat, täglich kontrolliert er alle Brandmelder seiner Wohnung und in seinen Albträumen sieht er immer wieder die verkohlte Leiche seines Sohnes, des kleinen Jonas. Eine lange Auszeit hinter sich beginnt nun Henning wieder zu arbeiten, er war ein bekannter guter Journalist, ob er wieder Interesse an der Arbeit und überhaupt am Leben finden kann. Der erste Tag bringt ihm einiges, er arbeitet mit genau dem Mann zusammen, welcher jetzt mit seiner Frau zusammen ist, von welcher er getrennt lebte, schon vor Jonas Tod, natürlich schmerzt ihn diese Tatsache. Aber es liegt doch eine so spannende Story an. Er spürt, dass er noch Lust an seinem Job hat. Eine junge Studentin wurde ermordet, die Art und Weise wie dies geschah deutet auf die Gesetze der Scharia hin. Bald wird der Freund der Ermordeten verhaftet, aber an dessen Schuld zweifelt Hennigs Wissen und Gespür, er ist mit seinen Recherchen tief vorgedrungen in den Freundeskreis der toten jungen Frau und in ihr ganzes Umfeld sonst. Es war das Leben einer lebenslustigen, sehr attraktiven und eigensinnigen Frau und all dies brachte ihr sicherlich auch Neid ein. Doch die Schüler und Lehrerschaft trauert und dies mögen die Leser der Zeitungen. Hennig aber zapft eine alte anonyme Informationsquelle wieder an und baut einen Kontakt zu einem alten Schulkameraden bei der ermittelnden Polizei auf, sein Journalistenherz lebt noch und er will gut sein, aus diversen Gründen.


Fazit: Der neue nordische Krimiautor, sensationell gut!
Dieser Erstling des norwegischen Autors wurde mit Nesbø und Larsson verglichen, das machte mich hellhörig, aber auch äusserst kritisch. Zum Glück Habe ich «Sterblich» gelesen, was für ein Debüt, spannend und tiefgründig und wahrlich eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die oben genannten Autoren und alle anderen Krimiautoren. Henning Juul ist eine glaubhafte, faszinierende Figur und ich denke wir werden gierig danach sein noch viel viel mehr über ihn zu erfahren und von ihm lesen wollen. Ich kann auf jeden Fall kaum warten, möge bald Nachschub geliefert werden, denn wie auch bei den andern ganz grossen der Branche, das Ende von «Sterblich» ist genial, aber eben, es wirft und auch noch gleich einen neuen Köder hin. Schnapp, ich will wissen, wie es weiter geht, sofort!

Meine Wertung: 8/10

Thomas Enger / Sterblich (Ein Henning Juul Roman)
Verlag: Blanvalet, Seiten: 411

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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Philipp Probst / Der Storykiller

7 November 2011
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