Kummer

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Keiner weiss, dass Alex schon dreissig Jahre alt ist und viele halten sie gar für einen Mann, in ihren geliebten Kapuzenshirts, sieht sie eben echt aus wie ein junger Typ. Alex hält es nie lange an einem Ort aus, was sie nun in ein Kaff in der Normandie verschlagen hat, kann sie selbst nicht sagen, das Zimmer, welches sie mietet beim Ehepaar Bertrand und Marlène, ist mickrig wie deren Leben, der Blick aus dem Fenster zeigt die stinkende Hühnerfarm in welcher Alex einen Job hat. Doch es gibt noch andere Mitbewohner, einen ekligen alten stinkenden Hund und den Idioten, so nennt ihn Marlène, wenn sie überhaupt einen Namen verwendet für Gérard, den schwerbehinderten Bruder von Bertrand. Gèrard wurde wirklich hart gestraft vom Leben, er sieht völlig entstellt aus, kann sich kaum alleine fortbewegen und Wörter oder Sätze machen ist ihm nur unter grösster Anstrengung und mit viel Spucke dabei möglich. Aber irgendwie mag Alex Gèrard und fühlt sich mit ihm verbunden, vielleicht weil sie beide Aussenseiter sind. Auf jeden Fall bastelt Alex in ihrer Freizeit an einem Gefährt und dann kommt der grosse Tag, sie fährt mit Gérard aus, runter an den Kanal, und zu den Enten. Gérard ist so glücklich wie vielleicht noch nie in seinem Leben und der Zufall will es, das Alex und Gérard am einsamen Kanalufer die Bekanntschaft zweier seltsamen Freunde machen. Olivier, der dicke Bierdosenweitwurfarchitekt und der traurige Cédric. Wahrlich vier ganz besondere Menschen, die sich da begegnen und noch keine Ahnung haben, dass das Leben sie aus einem ganz bestimmten Grund zusammengeführt hat. Die Dinge geraten ins Rollen, im wahrsten Sinne des Wortes…


Fazit
Eine schräge, komische, unvergesslich schöne Geschichte! Manchmal müssen im Leben nur die richtigen Menschen aufeinandertreffen, damit ihr Leben lebenswert wird. Diese Botschaft bringt uns dieser Roman näher, auf ganz einzigartige Weise.

Meine Wertung: 8/10

Marie-Sabine Roger / Der Poet der kleinen Dinge
Verlag: Hoffmann und Campe, Seiten: 239

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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Joey Goebel / Vincent

14 Oktober 2005
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Die Medien, die Kunst, alles ist überschwemmt mit Sinnlosigkeit, stumpfsinnige Musik, verblödete Texte, die Menschheit versinkt in Dummheit. Foster Lopowitz, ein stinkreicher Mediengigant, hat jahrzehntelang dazu beigetragen, todkrank, ist es nun sein letzter Wille, die hohen Künste wieder zu fördern, der Welt wieder etwas von Qualität und Niveau zu zeigen, eine neue Generation, der wahren [...]