Schicksal

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Gabriel Tretjak ist ein komischer Mensch, zumindest sieht ihm kaum jemand je eine Gefühlsregung an, egal welche Nachricht ihn erreicht, er hat eine immer gleiche Visage. Dabei ist Tretjak ein Menschenkenner, das hat er studiert und er weiss genau, wie er Mitmenschen manipulieren kann, schliesslich liegt darin der Erfolg seines Jobs. Er bringt Dinge für andere in Ordnung, komplizierte Aufgaben reizen ihn, er weiss extrem viele Dinge über seine Klienten und sein Umfeld. Wissen ist die stärkste Macht! So ist Gabriel denn auch die Ruhe selbst, als zu der Steuerprüferin noch die Polizei in seiner Wohnung aufkreuzt. Eine Leiche wurde in einem Pferdetransporter gefunden, dem Ermordeten wurden die Augen herausgeschält, es handelt sich um einen renommierten Hirnforscher, die Spuren weisen auf Tretjak hin. Zuerst leugnet Gabriel, den Mann zu kennen, später korrigiert er seine Falschaussage, der Hirnforscher war ihm sehr gut bekannt, er nennt ihn zu seinen Freunden. Die Polizei ist irritiert und bald erneut schockiert, denn es passieren weitere Morde derselben Art und immer deutet alles auf eine Verbindung zu Gabriel Tretjak hin. Gabriel seinerseits weiss genau, dass etwas aus dem Ruder läuft, er der sich vorgenommen hat, keine Vergangenheit zu haben, wird von genau dieser eingeholt. Bald weiss die Polizei, welch traurige Kindheit Gabriel ertragen musste und auch, dass sein Vater noch lebt und dass diese Vater Sohn Sache offenbar ein wunder Punkt ist im Leben Tretjaks. Aber ist Tretjak der Mörder, den die Polizei sucht? Tretjak seinerseits sucht diesen Mörder auch, denn er weiss ganz genau, jemand will mit ihm abrechnen.


Fazit: Dieser Typ regelt einfach alles, oder?
Diese Geschichte hat mich mit ihren genialen Wendungen und ihrem eigenartigen Ton fasziniert. Gabriel Tretjak ist ein Protagonist, welcher unter die Haut geht und dort ein eigenartiges Fröstelgefühl hinterlässt. Auf jeden Fall ist dies einmal ein Thriller, der aus der Masse heraussticht, irgendwie anders ist und irgendwie total gut zu lesen war!

Meine Wertung: 8/10

Max Landorff / Der Regler
Verlag: Scherz, Seiten: 335

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

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