Schwestern

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Drei Schwestern, welche sich nicht mehr so nahe sind, wie man es in der süssen Kindheit war. Den Tod der innig geliebten Mutter kann niemand recht verkraften, sie ist zur Heiligen geworden, ihr Zimmer bleibt erhalten, so als ob die Zeit bei ihrem Tod stehen geblieben wäre. Der Vater hat sich dann doch einmal wieder gebunden, Catherine, ist zum gemeinsamen Nenner der Schwestern geworden, diesbezüglich halten sie zueinander, sie hassen sie leidenschaftlich. Beerdigungen, Geburts- und Feiertage, sind die Tage, an welchen man eben zusammenkommen muss. So ein Tag ist da, Geburtstag soll gefeiert werden, alle Reisen an um im Elternhaus aufeinanderzutreffen, doch etwas ist anders als sonst. Catherine gibt sich immer allergrösste Mühe, steckt alle Anfeindungen lächelnd weg und tut alles für die Gäste, heute streitet sie sich mit ihrem Mann und die Schwestern kriegen es mit. Als Catherine wie immer provoziert wird von den drei Grazien ihres Mannes, lässt sie eine Nachricht verlauten, welche die Schwestern nicht mehr aus ihren Herzen kriegen können. Die heiss geliebte Mutter soll einen Liebhaber gehabt haben und eine der Schwestern sei in der Folge nicht bei ihrem leiblichen Vater aufgewachsen. Das Leben der Schwestern verändert sich drastisch, diese Frage, welche von ihnen denn nun einen anderen Vater haben soll, die lässt die Stimmung brodeln. Catherine hat versucht, alles zu dementieren, der Vater spielt den beleidigten und die Suche nach der Wahrheit nimmt ihren ganz eigenwilligen Lauf.


Fazit: Nichts ist stärker als Familienbande?
Dieser Roman hat einen eindringlichen, ironischen und auch oft flotten Ton, befasst sich aber doch mit dem Wichtigsten im Leben des Menschen; mit seinen Wurzeln. Dieser Erstling der französischen Autorin ist ein Glücksfall und liest sich herrlich!

Meine Wertung: 8/10

Anne Berest / Traurig bin ich schon lange nicht mehr
Verlag: Knaus, Seiten: 157

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.

{ 2 comments }

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