Judith ist Singlefrau aus Gründen, sie kennt die Männer gut und braucht sie eben nicht. Aber dann lernt sie im Supermarkt Hannes kennen, er reisst Judith auf, also vielmehr ihre Ferse, in welche er mit seinem Einkaufswagen unsanft reinprallt. Judith lernt Hannes kennen und genau die Tatsache dass er so ganz und gar kein Aufreissertyp ist, gefällt ihr. Hannes betört Judiths Freundeskreis gleichermassen wie ihre Mutter, diese liegt Hannes sofort zu Füssen. Architekt, gut aussehend, aber gar nicht eitel, trägt seine Angebetete auf Händen und verwöhnt sie immer und lässt darin nicht nach, nie. Judith hat das grosse Los gezogen, darin sind sich alle einig, bloss Judith hat manchmal so ein komisches Gefühl und sie möchte doch bloss ein bisschen Abstand haben manchmal. Hannes reagiert auf ihre Abwehrhaltung mit einer Venedigreise, doch diese Reise gibt Judith endgültige Sicherheit, sie will diese Beziehung nicht mehr. Die Trennung von Hannes allerdings gestaltet sich anders, als alles was Judith bisher in Liebesangelegenheiten erlebt hat. Judiths Freundeskreis reagiert und sogar ihre Familie ist regelrecht empört, wie sie es nur anstellen kann, einen solchen Mann sitzen zu lassen. Judith geht es dann auch tatsächlich richtig schlecht, so schlecht, wie noch nie in ihrem Leben. Hannes ist zur Stelle, er hilft Judith natürlich, denn er liebt sie ja, nicht wahr?
Fazit: Neuer Glattauer, verblüffend anders!
Bei Glattauer, da denkt man immer sofort an Emmi und Leo und hat dann so eine Erwartungshaltung. Mich aber überrascht “Ewig Dein” gerade deswegen, weil diese Geschichte etwas völlig anderes ist. Auf jeden Fall darf man sich wieder freuen, wie gut Glattauer die Menschen und deren Gefühlswelten kennt und sich dabei ertappen, wie man ab und zu einen Spiegel vorgehalten bekommt.
Meine Wertung: 6/10
Daniel Glattauer / Ewig Dein
Verlag: Deuticke, Seiten: 206
{ 2 comments }













