Daniel Glattauer / Vier Stern Stunden

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Angelika Waldis / Ich komme mit

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Nina George / Die Schönheit der Nacht

Claire duzt sich mit niemandem im Kollegium, nicht nur dort fürchten sie viele, Claire, die kühle, schöne Verhaltensbiologin, denn sie sieht die Menschen und seziert diese und ihr Verhalten oft so treffend, dass ihr dies wenig Sympathien einbringt. Claire ist auch Mutter und Ehefrau und ihr Mann und ihr Sohn bedeuten ihr alles, so muss […]

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Das 19. Jahrhundert im Emmental, auf dem Schafberg bei Signau lebt in der Abgelegenheit Res Schlatter, ein frömmlerischer, misstrauischer Mann. Seit er seine Eltern verloren hat, ist Res noch geiziger und panischer geworden, er traut weder einem Geldinstitut noch seinen Betbrüdern und versteckt sein Geld an verschiedenen Orten auf seinem heruntergekommenen Hof. Wir schreiben das Jahr 1860, als der mausarme Jakob Wyssler, ein Schuhmacher ohne Arbeit, dafür mit Frau und drei Kindern, bei Schlatter um ein Logis bittet. Res Schlatter geht auf diese Anfrage ein, er denkt sich, der gesunde, junge Jakob werde sich schon als Tagelöhner bewähren und er, der Res Schlatter, nimmt gerne noch einen Zins ein. Als Wysslers später als vereinbart auf den Hof von Schlatter eintreffen, ist die Atmosphäre mehr als frostig, Verena bemerkt sofort, auf diesem Hof werden sie ein schweres Leben haben, aber sie will ihr Bestes geben, sie trägt auch schon wieder ein Kind unter der Brust, wie sollen sie alle nur satt werden? Jakob arbeitet so viel er kann, bald hat er auch einen Freundeskreis aufgebaut, allerdings besteht dieser aus nicht nur redlichen Gesellen. Alle hassen den Res Schlatter, er ist bekannt als Stündeler und Geizkragen. Verena, darf die Kühe melken für Res, doch er misstraut ihr und sitzt ihr dauernd bedrohlich in Nacken, die wenige Milch, die sie für ihre Arbeit bekommt, reicht gar nicht weit. Verena begehrt immer mehr auf gegen den Unmenschen Schlatter, ihr Jakob kann das ja nicht, der macht nur die Faust im Sack. Einzig die älteste Tochter der Wysslers setzt sich manchmal zu Res, sie lernt die Psalmen und Res hört ihr zu, korrigiert sie allenfalls, es bleibt die einzige Annäherung, die nicht eskaliert zwischen Schlatter Res und der Familie Wyssler. Der Zins, den der Res der armen Familie abverlangt ist Wucher, die Kinder, ihr Lärmen und Gelächter stören ihn, sein Hass wächst täglich. Res beschlagnahmt sogar noch die wenigen Dinge, welche die Familie besitzt, die Situation spitzt sich immer unheilvoller zu. So kann es nicht weitergehen und so geht es nicht weiter, es kommt zu einer Tragödie und zu einem Mord.

Fazit: Historischer Kriminalroman mit zeitloser Thematik.
Einen historischen Kriminalroman basierend auf einer wahren Begebenheit über die öffentliche Hinrichtung von vier Menschen um 1861 im Emmental hat die Autorin Barbara Lutz geschrieben. Tatsächlich werden wir mitgenommen ins 19. Jahrhundert und wir sehen Verena melken, wir fühlen das Unbehagen der Frau und den Hass des Res Schlatters, wir sehen die schmutzige Küche und noch vieles mehr. Barbara Lutz schreibt szenisch, in der passenden Sprache der Zeit ihres Romanes. Die Themen Hass, Armut, Neid und religiöser Fanatismus allerdings sind leider zeitlos und so liest sich dieser Roman auch in einer bleibenden Aktualität. Insbesondere die Sprachlosigkeit aller Protagonisten untereinander ist bedrückend und verheerend und auch hier denkt man, es ist immer noch so, wo man Gespräche auf Augenhöhe nicht finden kann, kommt es zur Katastrophe, immer noch und immer mehr.

Meine Wertung: 8/10

Barbara Lutz / Keinen Seufzer wert
Verlag: Limmat, Seiten: 240

 

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Zum elften Mal wurde heute im Theater Basel der Schweizer Buchpreis verliehen, das Publikum ist zahlreich erschienen und alle nominierten Autoren sind anwesend. Mein persönlicher Favorit ist ganz klar Herr Todisco, doch tatsächlich haben alle Bücher mich angesprochen.

Die Verleihung läuft formidabel, die neue Moderation durch Frau Nina Mavis Brunner sorgt für frischen Wind. Kompetenz mit einem Schuss Humor umrahmt die gelungene Veranstaltung. Auch der Preisträger Peter Stamm überzeugt mit Charme, Ironie und Herzlichkeit, verweist darauf, dass die Nominierten kaum Konkurrenten gewesen seien und man nun fünf ausgezeichnete Bücher kaufen solle. Wir sind begeistert, es ist eine würdige Verleihung, der Verband, Literatur Basel, alle Beteiligten haben alles richtig gemacht. Klare, ruhige Worte der Trägerschaft wie auch des Jurysprechers Manfred Papst zeigen souverän, dass der Schweizer Buchpreis auch nach stürmischen Zeiten seine Aufgabe erfüllt. Wir geniessen die Gespräche danach, mit Verlegern, Autoren, Verlagsvertretern, Jurymitgliedern, alten Bekannten und Bibliothekarinnen aus der Umgebung sowie Bloggerfreunden in vollen Zügen.

Verwöhnt wird man auch, was das leibliche Wohl angeht, es stimmt wirklich alles. Besonders freut es uns auch mit dem jungen, engagiertem Blogger Josia Jourdan Zeit verbringen zu dürfen, er repräsentiert als sechzehnjähriger junger Mann eine Generation, die sehr wohl am Lesen ist, wir vernehmen von seinem Engagement für das Jugendbuch in der Schweiz. Josia wünscht sich mehr Einsatz für diese Sparte im Literaturbetrieb, mehr Beachtung, ich kann ihn gut verstehen und wünsche mir diesbezüglich auch noch Schub und neue Ideen.

Peter Stamm an dieser Stelle sei herzlich gratuliert vom lesefieber.ch, Stamms ausgezeichneter Roman “Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt” verbindet nicht zuletzt auch die Jugend mit dem Alter, ist somit eigentlich eine Lektüre für alle Alterskategorien von Lesenden.

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