Aus dem Leben einer Buchhändlerin im Mai

by Manuela Hofstätter on 17. Mai 2013

franziska-und-ichDies hier ist ja mein fünfter Versuch eine Kolumne zu schreiben. Ich habe beschlossen darüber zu schreiben, wie es ist, einer Frau zu begegnen, die genau das eben verdammt gut kann, das Kolumnen schreiben. Franziska von Grünigen, alias Katja ­Walder, war zu Gast in der Bibliothek Spiez, ich wollte das natürlich ohnehin nicht verpassen und konnte zudem noch das Schöne mit dem Nützlichen verbinden, mit unserer Lehrfrau, betreuten wir den Büchertisch und wir verkauften Franziskas Buch “Abgefahren”. Ja eben, Franziskas Buch, ganz unkompliziert bleibe ich mit ihr beim ­Du. Auf Twitter, dort folge ich ihr, wie auch ihrer Figur Katja, ist das Du ja die Norm. Aber oft sind die Leute im “Real Life” dann doch komplizierter, nicht so Franziska, sie ist richtig sympathisch! Apropos kompliziert, das Publikum in Spiez an kulturellen Veranstaltungen, dieses kenne ich ja nunmehr seit einigen Jahren, ja gar Jahrzehnten und es ist nun einmal – höflich ausgedrückt – recht anspruchsvoll.

Ich habe Veranstaltungen erlebt, da sass ein grosser Autor vor lediglich zwölf Nasen bei seiner Lesung. Am besten in Erinnerung bleiben mir aber das eine gelangweilte, offenkundige Gähnen eines Zuhörers sowie die vielen, streng und kritisch dreinblickenden Augenpaare, welche man doch regelmässig in solchen Situationen antrifft.

Ja und nun, bei Franziska, wie war ihr Auftritt? Sie gesteht, dass es ihr als Radiofrau, welche zwar von Millionen von Leuten gehört wird, doch nicht gleichermassen einfach fällt, vor den Menschen zu sitzen, welchen sie in die Augen sehen kann. Aber dann legt sie los, die Entstehungsgeschichte ihrer Kolumnen allein ist schon total spannend, die Kolumnen dann eben eine Wucht und die Figur Katja Walder ist ja ein starkes Stück von Frau. Die Franziska selbst ist ein starkes Stück von Mensch und es wird bald klar, wirklich wichtig sind ihr eben genau die echten Begegnungen mit Menschen. Und man fragt sich nun, wie reagiert Spiez? Spiez lacht, herzhaft, laut und fröhlich. Die Leute sind auch zahlreich erschienen und es ist eine wahre Freude, wie sogar bei der obligaten Fragerunde am Ende der Vorstellung einmal nicht betretenes Schweigen herrscht, sondern die Fragen nur so sprudeln. So wagt sich auch eine Kundin aus dem tiefsten Tal das Wort zu ergreifen, und weil ich sie kenne, macht mich dies ganz seelig. Sie stellte charmant und spannend die Frage: Von Grünigen ist ja ein Name aus dem Berner Oberland, haben Sie hier Wurzeln? Die Antwort, die bleibe ich hier mal schuldig, nur so viel, sie wurde gekonnt und präzise geliefert und in ihrer Ausführlichkeit reichte sie sogar bis zur Zeit der Ritter zurück.
Nun, was wollte ich eigentlich mit dieser Kolumne sagen? Ja doch, Folgendes: Meine Freude darüber kundtun, dass es einfach wunderschön ist, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen und echten Menschen zu begegnen. Dankeschön sagen, allen, welche meine Zeilen jeweils lesen und mit mir Geduld haben und wenn ihr die Franziska von Grünigen life antreffen könnt, dann tut das, es lohnt sich!

Zum Buch von Franziska: Katja Walder & Markus Maurer / Abgefahren! Im Zug mit Katja Walder
Zu den Terminen, wo Ihr Franziska treffen könnt: http://katjawalder.ch/termine-lesungen/

PS: Liebe Franziska, wenn du diesen Text auch lesen solltest, ich habe mir alle Mühe gegeben, keinen das/dass Fehler zu machen. Ich denke, das habe ich geschafft. Über Kommas, Kommata und all die anderen Rechtschreiberegeln reden wir dann ein andermal, ok?

Und mit dem Herrn Duden müsstest Du auch dringend mal reden wegen Deiner Phobie: http://dasdass.blogspot.ch

duden

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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