Alfred Goubran / Durch die Zeit in meinem Zimmer

by Manuela Hofstätter on 26. Mai 2014

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Elias lebt am Rande, so würde es die Gesellschaft sicherlich darstellen. Doch er hat durchaus Intellekt, er mag Bücher und er vermisst seine alten Bars, doch die Szene ändert sich, wird moderner. Elias hingegen wird verwahrloster und schliesslich krank. Sein Zimmer, kalt und schäbig, hatte oft noch Damenbesuch, dann leidet es mit ihm und beginnt zunehmend zu stinken. Er weiss, er muss handeln, solange er noch kann, im Fieber steigen Szenen auf, sein Vater, wie er den kranken Sohn zu pflegen versucht, eine Reise in die Berge mit dem Ziel, über die Grenze zu gelangen. Eiskalte Füsse in kaputten Schuhen, dann Menschlichkeit, vielleicht Hoffnung. Bizarre, deformierte Gesichter, ein unheimliches Haus, die Möglichkeit an diesem dunklen Ort zu bleiben. Einmal auch ein aufgeschlossener Elias auf demselben Weg, einer, der mit den Leuten spricht, arbeitet, ein anderes Leben hat. Was ist Fieberwahn, was ist Realität, welchen Weg wird Elias wählen, wird er gehen können?

Alfred Goubran / Durch die Zeit in meinem Zimmer

Fazit: Bizarr, ungewohnt, eine Herausforderung!
Ein wirklich bizarres Buch, für einmal ist das Lesen ein ganzes Stück Arbeit gewesen. Am Ende habe ich viele Fragen und Gedanken, eine spezielle, aussergewöhnliche Leseerfahrung. Eine gewisse Faszination ist von diesem Text ausgegangen, es ist wohl eines dieser Bücher, welche man nie ganz vergisst. Ich fand es komisch, zuweilen abstossend und doch auch intensiv und voll von ungewöhnlichen Sätzen. Bestimmt aber ein Leckerbissen für hungrige, kulinarische Vielleser!

Meine Wertung: 5/10

Alfred Goubran / Durch die Zeit in meinem Zimmer
Verlag: Braumüller, Seiten: 196

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