Andrea Camilleri / Die schwarze Seele des Sommers

by Manuela Hofstätter on 21. September 2008

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Es ist ein brütend heisser Sommer in Sizilien, Montalbano musste seinen Urlaub absagen, was seine Frau Livia zuerst gar nicht schön fand. Aber erstaunlicherweise, gab es nicht einen solchen Wirbel, wie er das erwartet hätte, der Grund für Livias Geduld zeigt sich Montalbano im Kürze. Er soll nämlich sofort noch eine Villa in der Nähe und am Meer mieten, denn Freunde kommen zu Besuch. Das Unmögliche ist doch noch zu schaffen, in letzter Minute kann ein geeignetes Objekt, allerdings nicht ganz billig, angemietet werden, egal, was tut Mann nicht alles um den Frieden zu bewahren. Das befreundete Ehepaar fühlt sich dann mit ihrem kleinen Jungen auch gleich wohl in der Villa, ein Glücksfall. Aber zu früh gefreut, dieses Haus scheint nur Unglück zu bringen, zuerst wird die Familie dort heimgesucht von diversem Ungeziefer und zu guter letzt gerät der Kleine noch in eine Falle des Hauses. Montalbano kann den Jungen retten, aber er muss zuerst eigenartige und dann abscheuliche Dinge dabei aufdecken. Die Villa besitzt einen geheimen Stock unter der Erde, da wollte wohl jemand die Gesetzte umgehen. In dieser “Erdwohnung” findet Montalbano die Leiche eines bildhübschen jungen Mädchens, vor Jahren muss sich schreckliches abgespielt haben. Livia ist dermassen empört, dass sie gleich mit der Familie abreist und Montalbano alleine lässt. Die Vergangenheit der Villa zeigt einige mögliche, verdächtige Spuren auf und leider führen manche auch zur Mafia, diese lässt nicht mit sich spassen und es wird heiss für Montalbano, sehr heiss…

Fazit
Für mich gewiss der Krimi dieses Jahres, Camilleri ist einfach umwerfend. Während man immer wieder schmunzelt und lacht beim Lesen, kriegt man doch trotz der sizilianischen Hitze eine Gänsehaut. So humorvoll der Ton immer wieder ist, so hart kann er auch sein, denn in den Kreisen der Mafia herrscht eine ganz eigene, Sprache. Diesen Krimi vergisst man nicht. Textauszug: “Während Commissario Montalbano immer wütender wurde, klingelte es an der Tür. Er war wie gelähmt. Ein zweites Klingeln folgte. Endlich setzte er sich in Bewegung und öffnete die Tür. Sein Gang war der eines zum Tode Verurteilten.” Ich verrate garantiert nicht mehr…

Meine Wertung: 9/10

Andrea Camilleri / Die schwarze Seele des Sommers
Verlag: Lübbe, Seiten: 286

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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