Andreas Neeser / S wird nümme wies nie gsi isch

by Manuela Hofstätter on 24. September 2014

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Jedes Jahr an Weihnachten immer: Diese Wollsocken, ja, er war ein anständiger Bub, er bedankte sich immer artig für dieses Geschenk. Gewiss brauchte es viel Zeit um solch schöne Socken zu stricken, sogar das ist ihm bewusst. Aber jedes Jahr steigt auch der Pegel der Wut im Herzen des Jungen, er schlägt die Schranktüre Jahr für Jahr vehementer zu und starrt wütend auf dieses verflixte Regal voll von Socken. Dann kommt diejenige Weihnacht, welche sockenlos in die Geschichte eingeht. Der Junge guckt wehmütig in den Schrank, da wäre doch noch Platz für ein Paar Socken!

Andreas Neeser / S wird nümme wies nie gsi isch

Fazit: Andreas Neeser liefert Mundartperlen, wie man sie kaum finden kann.
Es sind einmal Momentaufnahmen, präzise und im Ausgang nur in einer Andeutung sprechend oft. Seinen Figuren haftet oft eine eindringliche Melancholie an. Da schreibt einer, der die Menschen genau beobachtet und der in seinen Texten präzise auszudrücken vermag, was seine Figuren bewegt. Die aargauische Mundart ist leicht lesbar finde ich und wem dies nicht gelingen mag, der freut sich um so mehr über die vom Autor gelesene Auswahl an Texten auf CD, welche dem Buch beiliegt.

Meine Wertung: 7/10

Andreas Neeser / S wird nümme wies nie gsi isch
Verlag: Zytglogge, Seiten: 80

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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