Andreas Neeser / Zwischen zwei Wassern

by Manuela Hofstätter on 7. Juli 2014

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Ein Jahr ist es her, nun reist er wieder an die wilde Atlantikküste in der Bretagne, dort hin, wo das Meer ihm alles genommen hat, ihm seine grosse Liebe, Véro, einfach genommen wurde. Er will hier trauern, er will aber auch endlich Abschied nehmen können, sein Körper hat starke Reaktionen gezeigt nach diesem Schock vor einem Jahr, die Seele aber, die leidet noch weitaus mehr und sie soll Ruhe finden können, Versöhnung gar mit dem Schicksal, ist dies wohl möglich? Am Cap erwarten ihn auch alte Freunde. Max etwa, der seinen Beruf aufgegeben hat und es tatsächlich geschafft hat, an der Küste als Einheimischer angesehen zu werden, er führt ein neues Leben und auch er trägt seine Geschichte. Max und Sophie waren ein Paar, bis sich Sophie dann für ein sicheres Familienleben entschieden hat, doch sie kehrt immer wieder zurück zu Max, ihr Mann und die Kinder denken, sie besucht ihre Familie, doch sie kommt zu ihm. Diese Beziehung ist wild und unerklärlich, aber irgendwie auch selbstverständlich. Max ist ein guter Freund, er will helfen, die Trauer zu würdigen. Aber was für ein Paar waren er und Véro eigentlich, war ihr Schicksal gar absehbar? Er hat noch einen weiten Weg vor sich, aber er ist da, er stellt sich dem Meer und all diesen Gedanken und Fragen.

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Fazit: Das Meer, das Schicksal, der Verlust einer Liebe.
Dieser literarische Roman des Schweizer Autors Andreas Neeser erzählt von der Liebe, dem Leben und dem Schicksal. Mit einer Sprache der Andeutungen erfahren wir Fragmente einer Geschichte, erleben einen Trauerprozess und dürfen an etwas Intensivem teilhaben. Nebst ganz innigen Bildern und Stimmungen in diesem Roman, welche mich tief berührten, musste ich im Ganzen aber vieles stehen lassen und merken, ich kann es nicht ganz nachvollziehen.

Meine Wertung: 6/10

Andreas Neeser / Zwischen zwei Wassern
Verlag: Haymon, Seiten: 176

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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