Anja Berger / Die Farben des Bösen

by Manuela Hofstätter on 27. Mai 2016

Post image for Anja Berger / Die Farben des Bösen

In der Schweiz geht ein Serienkiller um, in mehreren Kantonen sind bereits Leichenteile aufgetaucht, sie sind Zeugen der Gräueltaten des Gesuchten und sie spielen mit der ermittelnden Polizei erfolgreich Katz und Maus. Ein Kind und dessen Mutter fischen einen Kopf aus dem Badetümpel, ein Dachdeckerlehrling findet ein Auge beim Saubermachen der Regenrinne und Angestellter der Kläranlage trifft auf einen Torso im Klärbecken. Auf dem Golfplatz im Bündnerland schliesslich wird der Triumph zum Albtraum, als die ältere Dame mit dem Ball auch noch ein Ohr aus dem Loch herausholt. Grausig? Mitnichten, in den Kapiteln, die mit “Schwarz” betitelt sind, da sind wir beim Killer, er hantiert genüsslich mit Batteriesäure, welche bald das Gesicht der hübschen, blauäugigen Blondine zur Unkenntlichkeit verätzen wird. Offensichtlich sind seine Opfer alle weiblich, blond und blauäugig. Auch in Bern wird ermittelt, die Dienststelle ist erschüttert, der schreckliche Kerl ist immer klüger, scheint alle zu verhöhnen. So bestimmt der Chef gar, die junge, unerfahrene Kollegin mit einzubeziehen, und tatsächlich möchte diese ihr Können nur zu gerne unter Beweis stellen. Sie hat ein Auge auf einen Journalisten geworfen und diesen mit Insiderinfos versorgt, was diesen hingegen einen schrecklichen Verdacht hat äussern lassen. Die Opfer haben offenbar vom Täter einen Brief erhalten mit einer Einladung zu einem Blind Date, so einen Brief hat auch die Schwester des Journalisten erhalten und diese weigert sich nun genau deswegen, mit Ihrem Bruder und ihrer Freundin in die Ferien zu fahren. Doch Eva kann überzeugt werden, der Bruder atmet auf, heimlich will er seine Schwester beschützen, denn sie haben in der Vergangenheit schon einen traumatischen Schicksalsschlag erlitten. Doch während Eva in den Ferien weilt, spitzt sich die Lage zu, denn tatsächlich ist Eva im Visier des Killers, und da sie ihn versetzt hat, ist er wütender denn je.

anja_berger-die_farben_des_boesen-bild

Fazit: Ein Thriller der Seinesgleichen sucht! Ich bin brutal entzückt!
Nichts für zartbesaitete ist der Thriller der Schweizer Autorin Anja Berger. in den Kapiteln, die mit “Schwarz” beginnen, da sind wir beim Killer und seinen Gräueltaten dabei und diese geben nicht nur Gänsehaut, nein sie versetzen uns tatsächlich in Angst und Schrecken. Solch einen knallharten Thriller hätte ich einer Schweizer Autorin schlichtweg nicht zugetraut, und ich bin brutal entzückt. Also ein absolutes Muss für Thrillerfans, eine wahre Entdeckung!

Meine Wertung: 8/10

Anja Berger / Die Farben des Bösen
Verlag: Knaur, Seiten: 418

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter

Letzte Artikel von Manuela Hofstätter (Alle anzeigen)

Share on Pinterest
There are no images.
Share with your friends










Submit

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment