Anna McPartlin / Die letzten Tage von Rabbit Hayes

by Manuela Hofstätter on 28. April 2015

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Rabbit hat eigentlich auch einen richtigen Namen, doch den nennt eigentlich keiner mehr. Sie hatte eine glückliche und laute Kindheit und sie wuchs auf mit Musik. In der Garage hatten die Eltern nämlich für die beste Band, die sie da herankommen sahen, einen Proberaum eingerichtet und Rabbits Bruder war der grandiose Schlagzeuger der Band. Rabbit hockte stundenlang im Proberaum, die Band war ihr Leben und der Sänger ihre ganz grosse Liebe. Doch diese grosse Liebe konnte Rabbit nicht leben, später wurde sie schwanger und der Vater ihrer wunderbaren Tochter Juliet, der war nur eine kurze Bekanntschaft, blieb abwesend und unbekannt. Juliet ist zwölf Jahre alt und eine echte Hayes, sie ist ein ganz besonderes Mädchen. Rabbit staunt, wie gross ihr Mädchen doch schon ist, denn als sie die Diagnose Brustkrebs erhält, hat ihre Tochter ihr geholfen, wo sie nur konnte. Rabbit ist eine Kämpfernatur, ganz wie alle Hayesfrauen, sie beginnt ein Blog über ihren Krebs für eine Zeitung zu schreiben und meistert die Therapie und den Verlust einer Brust. Dann hat es so gut ausgesehen und Rabbit konnte wieder so richtig loslegen in ihrem Leben. Später stürzte sie, brach sich ein Bein und erhielt die schreckliche Diagnose, der Krebs war zurück und er hatte gestreut, er sass auch in ihren Knochen. Selbst diese Tatsache liess Rabbit nicht klein beigeben, es gab immer noch Wege und Mittel. Ihre Mutter wich kaum von ihrer Seite, und während die gläubige Mutter betete, glaubte Rabbit einfach an ihre eigene Kraft, einen Gott wollte sie in ihrem Leben nie wahrhaben. Doch es geht kontinuierlich bergab mit Rabbit, sie wird in ein Hospiz verlegt, es ist klar, dass sie innert Kürze sterben wird. Alle ihre Familienmitglieder und ihre engste Freundin stehen ihr bei, zuerst versuchen sie alle noch an ein Wunder zu glauben, unternehmen noch so einiges, auch Rabbit ist noch zu wütend, um zu gehen, was soll aus ihrem Mädchen werden? Aber diese Familie und alle Menschen rund um Rabbit sind eben auf ihre Art ein herrlicher Clan, sie stellen sich schliesslich der Tatsache, sie kommen zusammen, um über Juliets Zukunft zu verhandeln und sie verabschieden sich von Rabbit. Sogar im Abschied nehmen und in den dunkelsten Stunden ist diese Familie eine humorvolle, eine zärtliche, eine liebende und so absolut einzigartige Familie, niemals wird man die Hayes vergessen!

Anna McPartlin / Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Fazit: Ein Abschied unvergleichlicher Art, traurig, echt, aber auch humorvoll bis zum letzten Atemzug!
Dieses Buch kann man nicht beschreiben, es ist unbeschreiblich. Unbeschreiblich bunt, laut, fröhlich und bewegend. So kunterbunt der Haufen Menschen der Familie Hayes und deren Freundeskreis auch ist, sie alle sind das pure Leben selbst, dann, wenn es ans Sterben geht. Dieser Roman lässt uns ehrlich Weinen, herzhaft Lachen und still Staunen. So könnte es also gehen…

Meine Wertung: 8/10

Anna McPartlin / Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Verlag: Rowohlt, Seiten: 504

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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