Anna Stothard / Pink Hotel

by Manuela Hofstätter on 31. August 2012

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Sie ist jung und natürlich passt es ihrem Dad nicht, wie sie sich benimmt, und Daphne seine Frau ist schliesslich nicht ihre Mutter, also soll sie doch auch schweigen. Als die beiden noch versuchen ihr vorzuenthalten, dass ihre leibliche Mutter Lily gestorben ist, klaut sie Daphnes Kreditkarte und dreht London den Rücken zu um nach Los Angeles zu fliegen. Im Pink Hotel in Venice Beach trifft sie auf einige fast unansprechbare Typen, die mit einer wilden Party Abschied genommen haben von ihrer Mutter, welche sie nie kennengelernt haben. Kurzum wirft sie ein paar heisse Klamotten deren Mutter in einen roten Koffer und macht sich mit diesem Diebesgut davon. Der Koffer stellt sich als Verbindung zu Lily heraus, er enthält Briefe ihrer Liebhaber und Erinnerungen. Der letzte Mann von Lily, ein übler Kerl, will den Koffer zurück haben und stellt ihr nach. Sie aber macht sich auf Spurensuche in den Fussstapfen ihrer Mutter, viele Liebhaber vergötterten Lily, sie sucht sie auf, aber auch durch vergangene Arbeitsstellen der Mutter erfährt sie so manches. Lily war ein sagenhaftes und fröhliches, betörend schönes Weibsbild und eine Diebin. Diebin hat sie auf ihrer Spurensuche auch schon einer genannt, David. David, der Fotograf welcher Bilder von Lily geschossen hat und der gesehen hat, wie sie mit dem roten Koffer davon marschiert ist. David fasziniert sie und er erliegt ihr offenbar auch, aber David scheint ein Problem zu haben und sie ist immer noch auf eine Art gefangen genommen von dieser Mutter, die ihr keine Mutter war. Aber eigentlich sind sich Mutter und Tochter doch äusserlich wie auch innerlich in manchem erschreckend ähnlich und dies wird das grosse Problem zwischen David und ihr. Kann sie, Lilys Tochter immerhin, ihr Leben in den Griff bekommen?

Fazit: Lust auf L.A.?
Eine offenbar sehr stimmige Szenerie von Venice Beach und seinen Bewohnern, liefert uns diese Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln, auf der Suche nach ihrer Mutter. Diese Suche wird für die junge Frau zu einer Reifezeit für ihr eigenes Lieben und Leben. Anna Stothard verfügt über eine frische, freche Sprache, eine Neuentdeckung, welche man gerne liest.

Meine Wertung: 7/10

Anna Stothard / Pink Hotel
Verlag: Diogenes, Seiten: 354

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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