Anne Fine / Feuer und Asche

by Manuela Hofstätter on 3. Oktober 2006

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Tilly ist eine eigenwillige starke Frau, arbeitet auf Bohrinseln in der Nordsee und passt eigentlich überhaupt nicht zu Geoffrey. Denn Geoffrey ist wie kalte, ungesalzene Suppe, immer gut gelaunt, immer lieb, zärtlich, zuvorkommend, kocht, putzt, langweilt. Der einzige Makel, der vermeintliche Traummann hat eine Exfrau und zwei Kinder. Als die Exfrau erkrankt, landen die Kinder endgültig bei Tilly und Geoffrey, jahrelang spielt Tilly gütige Stiefmutter und immer und immer wieder wird sie aus der Familie ausgeschlossen. Oft flieht Tilly dann, die Notfälle auf den Bohrinseln häufen sich und der Liebhaber wird immer mehr in Anspruch genommen. Doch dann stellt Tilly ihrem Partner ein Ultimatum, keine Lüge, keine Vertuschung mehr, oder die Beziehung ist im Eimer. Es währt lange, aber nicht lange genug und endlich holt Tilly zum fulminanten Befreiungsschlag aus. Nichts geht über die Macht der Gewohnheit, oder des Familienzusammenhaltes… ?

Fazit
Anne Fine liefert uns eine Komödie, in welcher wir uns so richtig schön mit ärgern können… obwohl, so korrekt ist die liebe Tilly ja nun auch nicht. Wenn wir schon fast resignieren, holt diese Dame aber endlich aus zum Befreiungsschlag. Na ja, Familienbande, wenn auch nicht die eigene, ganz gut porträtiert, aber dann erscheint mir Fine ein Bisschen wie Doris Dörrie oder gar Ingrid Noll, aber eben, nur ein Bisschen, denn die sind unverwechselbar und besser nicht nachzuahmen.

Meine Wertung: 5/10

Anne Fine / Feuer und Asche
Verlag: Diogenes, Seiten: 256

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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