Anni Bürkl / Narrentanz

by Manuela Hofstätter on 3. Juni 2012

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Weihnachten feiert die Familie von Berenike nicht im traditionellen Sinn, man trifft sich in ungezwungener Atmosphäre in einem Bergrestaurant. Zufällig trifft Berenike dort auf die junge Journalistin Ariane, welche ihre Katze vermisst und ihr erzählt, dass auffällig viele Katzen in letzter Zeit in ihrer Region verschwunden seien. Ariane verdächtigt die Jäger, gegen die hegt sie ohnehin einen grossen Groll. Berenike denkt bald wieder an die Begegnung mit Ariane, denn sie wird Zeugin, als man den Jäger Karl Weingott tot aus dem zugefrorenen Ausseersee fischt. Gefunden wurde der offensichtlich ermordete Jäger, weil ein Junge schreiend in Berenikes Teesalon erschien und auf den Mann im See hinwies. Der Junge ist völlig verstört, lange weiss man nicht, wohin er überhaupt gehört, doch dann stellt sich heraus, dass er bei Ariane in den Ferien wäre. Ariane ist spurlos verschwunden und damit wie aber auch mit ihrem Groll auf die Jäger höchst tatverdächtig. Berenike, liiert mit Jonas von der Kripo, soll nicht ihre Nase in gefährliche Dinge, gar Ermittlungen stecken, sie gefährdet damit auch die Beziehung zu Jonas, aber sie kann es einfach nicht lassen und verfügt ja eben über ein gewisses Talent. Aber es wird richtig gefährlich für Berenike, nicht nur eine Ihrer Katzen ist verschwunden, nein, sie wird sogar bedroht. Bald wird eine weitere männliche Leiche gefunden und es führen sehr viele Spuren zum ach so wohltätigen Pfarrer Stettin. Pfarrer Stettin aber gilt als Aushängeschild der Menschlichkeit, bald soll seine Biografie erscheinen, er hat auch in der Gegend ein Kinderheim. Der Verdacht, dass Stettin sich an kleinen Jungs vergangen hat, wird von immer mehr Zeugen gestützt und dann fällt ein kleiner Junge in die Arme von Berenike und ihrer neuen Freundin, er floh aus dem Heim Stettins und er hat Todesangst. Jonas Nerven sind angespannt, Berenike ermittelt aber auch tatkräftig weiter und dann plötzlich ist der Junge wieder weg. Kann der Junge noch gerettet werden, ist Stettin zu ergreifen, was ist mit Berenikes geliebtem Kater? Die Dinge geraten ausser Kontrolle…

Fazit: Nix abwarten und Tee trinken, Spannung pur!
Der dritte Fall mit Berenike und ihrem Teesalon ist richtig spannend und hat für mich Thrillerqualitäten und ein überaus wichtiges Thema. Abwarten und Tee trinken kann man auf jeden Fall nicht beim Lesen, atemlos weiterlesen, bangen und hoffen, dass alles irgendwie noch gut ausgehen mag, wenigstens für den kleinen Jungen aus der Geschichte. Tee trinkt man gerne nach dem Lesen, denn die Autorin beginnt jedes Kapitel mit einer Teesorte oder einem Teezitat und macht damit durchaus Lust auf Tea Time. Ein toller Krimi, spielt im Winter und man friert geradezu beim Lesen, herrliche Lektüre an heissen Sommertagen!

Meine Wertung: 8/10

Anni Bürkl / Narrentanz Ein Salzkammergut-Krimi
Verlag: Gmeiner, Seiten: 408

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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