Athol Fugard / Tsotsi

by Manuela Hofstätter on 29. Juni 2006

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Wir befinden uns in Südafrika zu den Zeiten der Apartheit, in den Armenvierteln der Schwarzen herrscht tiefe Not 4seohunt.com/www/www.lesefieber.ch und damit auch eine unglaubliche Brutalität. Gangs, eine gewalttätiger als die andere beherrschen die Strassen und schrecken vor keiner Tötung zurück um an Geld zu kommen. Einer der berühmt berüchtigten und gefürchtetsten ist Tsotsi mit seiner Gang. Die Gang hat nämlich auch noch Boston, den intelligenten Kopf, den einzigen, der lesen kann. Doch als Boston Tsotsi eines Abends zu viele Fragen stellt und schliesslich auch die ob Tsotsi denn gar keinen Anstand kenne, dreht dieser durch und schlägt seinen Kumpel halb tot. In dieser Nacht gerät das Leben von Tsotsi aber in ganz andere Bahnen. Als er unter Bäumen und Gebüsch lauert, läuft ein potentielles Opfer geradewegs in ihn hinein. Es ist eine junge Schwarze, im Arm trägt sie einen Schuhkarton. Diesen Schuhkarton kann sie dann Tsotsi in die Hände drücken und fliehen. Im Karton befindet sich ein Baby, oder der Anfang eines neuen Lebens. Plötzlich lernt Tsotsi Gefühle kennen, Mitleid, Verantwortung, Stolz, etwa dann als er es schafft in einem Laden Kondensmilch für das Baby zu kaufen. Sein Leben steht auf dem Kopf, doch er findet es durch all die verwirrenden Gefühle hindurch doch auch spannend, Stück für Stück erinnert er sich an seine eigene Kindheit und Geschichte. Tsotsi macht sich auf und sucht Boston, er kommt im rechten Augenblick bei diesem an, er will ihn ja noch so viel fragen. Schliesslich muss Tsotsi seinen eigenen Weg gehen, der Weg führt ihn zum Glauben und aus Tsotsi kann Davide werden, der, der er wirklich ist.

Fazit
Dieser Roman wurde anfangs 60er Jahre geschrieben und 1980 erstveröffentlicht. Die Geschichte ist zeitlos und geht unter die Haut. In diesem Jahr bekam der gleichnamige Film, welcher auf diesem Buch basiert einen Oskar für den Besten fremdsprachigen Film.

Meine Wertung: 6/10

Athol Fugard / Tsotsi
Verlag: Diogenes, Seiten: 330

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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