Banana Yoshimoto / Der See

by Manuela Hofstätter on 28. Mai 2014

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Tokio, zwei junge Menschen empfinden ihr Leben plötzlich nicht mehr als ganz so einsam, weil sie sich durch ihre gegenüberliegenden Fenster entdeckt haben. Chihiro ist Kunststudentin und zurzeit spezialisiert auf Wandmalereien, ihr Nachbar Nakajima ist Medizinstudent und auf einem Gebiet mausert er sich langsam aber sicher zu einem Crack heran. Nakajima ist eigentlich der menschenscheuere, aber plötzlich steht er vor Chihiros Türe. Das wird zur Gewohnheit und irgendwann bleibt er gar über Nacht. Es beginnt eine ganz besondere Beziehung, Chihiro findet auch keine Worte für das, was da wächst, aber sie fühlt ganz genau, dass ihr Gegenüber Angst vor Körperlichkeiten hat. Was nur mag dem filigranen aber so besonderen Menschen Nakajima widerfahren sein? Man möchte ja schon die Wahrheit kennen, wenn es um das Wohl eines Geliebten Menschen geht. Sind sie überhaupt ein Liebespaar? Was sie vereint ist etwas Tiefes und auch die Tatsache, dass sie beide den Verlust der Mutter schon erfahren haben, verbindet sie. Doch nun bittet Nakajima Chihiro ihn auf eine Reise zu Freunden zu begleiten. Die Reise führt aufs Land an einen See, führt sie auch zur Wahrheit über Nakajimas Schicksal, führt sie die beiden auch als Paar noch besser zusammen?

Banana Yoshimoto / Der See

Fazit: Japanische Intuition: Yoshimoto!
Yoshimotos Bücher sind in einer schlicht betörenden Sprache geschrieben, einer Sprache des Herzens und so eigenartig diese Geschichten aus Japan auch anmuten mögen, sie treffen immer mitten ins Herz. Ein feines, stilles und besonders Lesevergnügen!

Meine Wertung: 7/10

Banana Yoshimoto / Der See
Verlag: Diogenes, Seiten: 221

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