Barbara Gowdy / Hilflos

by Manuela Hofstätter on 16. März 2007

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Siegt die Liebe oder die krankhafte sexuelle Begierde? Dies fragen wir uns völlig hilflos, wenn wir lesen müssen, wie die bezaubernd süsse Rachel in den Fängen von Ron dem Entführer landet. Wir kennen das Leben von Rachel und ihrer Mutter Celia, wissen, wie sehr sie sich lieben, dass sie es fast alleine schaffen müssen, der Vater ein Onenightstand war, wir wissen so viele schöne Details. Wir freuen uns, dass die Beiden einen so guten besten Freund haben, schwul mit zwei Hunden und auch wieder voller Liebe, immer bereit zu helfen. Wir haben aber auch Rons Leben kennen gelernt, seine Kindheit, seine Liebe zu alten Staubsaugern und seine Beziehung zu Nancy, welche er aus dem Drogensumpf heraus holte. Das Paar versucht das Vertrauen zur kleinen Rachel aufzubauen, Nancy gelingt dies auch sofort, sie sieht sich fast als Verbündete der Kleinen, lässt der Mutter eine Nachricht zukommen, dass ihre Tochter in Ordnung sei, alles habe. Nancy liebt aber ihren Ron, sie glaubt auch vorerst daran, dass er Rachel nur helfen will, sie aus einem schlechten Leben herausholen wollte, sie vor Missbrauch schützen will. Rachel hat sogar ein teures Keyboard erhalten. Nun müssen wir einfach zusehen, bangen und hoffen, dass die Geschichte eine Wendung nimmt, welche uns aus unserer Erstarrung erlösen wird.

Fazit
Hilflos, wie gut passt dieser Buchtitel! Ein Roman um eine Kindesentführung, nein, dachte ich vorerst, doch als Elke Heidenreich das Buch vorstellte und immer wieder von Liebe, von zu viel Liebe sprach, musste ich es lesen und es hat sich gelohnt. Ein geniales Buch!

Meine Wertung: 8/10

Barbara Gowdy / Hilflos
Verlag: Kunstmann, Seiten: 334

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