Bielefeld & Hartlieb / Im grossen Stil

by Manuela Hofstätter on 4. Juni 2015

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Anna Habel und Thomas Bernhardt geniessen in Wien wie Berlin den herrlichen Frühling doch fast zeitgleich haben sie beide eine Leiche, um welche sie sich kümmern müssen und in beiden Fällen ist das Mordopfer fest im Kunstmilieu verwurzelt. Bald einmal merken die beiden Chefs, es ist wieder einmal so weit, ein weiterer Fall für Berlin und Wien ist da. Während Anna mit ihrem Team neues Terrain betreten muss und tief in die Kunstszene eintauchen angesagt ist, geht sie aber auch im Alleingang noch etwas anderem nach, was vielleicht dem Frühling zur Last gelegt werden muss. Bei Ihren Recherchen ist Anna auf den hochgeschätzten Rahmenmacher gestossen, welcher das Vertrauen der ganz grossen in der Szene geniesst und welcher ihr Zugang zu dieser illustreren Gesellschaft verschafft. Anna hat einen sehr eleganten, charmanten Mann kennengelernt, er hat eine grosse Sammlung von Bildern und will diese einmal der Stadt vermachen und er ist dabei, Annas Herz zu erobern. Auch Thomas und sein Team in Berlin müssen Hilfe von Spezialisten annehmen, dieses ganze Kunstdings ist aber auch wirklich eine völlig verworrene Sache. Da stösst man auf brillante Fälscher, fanatische Sammler, eine schwerreiche, amerikanische Mäzenin und auf viele weitere schillernde Personen. Es tauchen Bilder auf und andere gar doppelt, keiner blickt mehr durch, welche sind echt, welche Fälschungen und tragischerweise stellt sich sogar die Frage, ob in Wien eine Fälschung im angesehenen grossen Kunstmuseum hängen könnte. Heikles Terrain, Fingerspitzengefühl ist gefragt bei den Ermittlungen zwischen Berlin und Wien. Aber auch Thomas bringt der Frühling so einiges mit, einen fürchterlichen Heuschnupfen und ein Gefühlschaos, denn seine Kollegin Cornelia lässt sein Herz schon höher schlagen, aber er liebt eben die Frauen generell und seine Freiheit wohl auch und zudem bekommt er es ja jetzt wieder mit der zackigen Wiener Kollegin zu tun. Ja, Thomas und Anna, die haben sich ja auch gerne, oder?

Bielefeld & Hartlieb / Im grossen Stil

Fazit: Völlig ungekünstelt, echt und unverwechselbar, die Habel und der Bernhardt sind wieder da!
Da kommen nicht nur Frühlingsgefühle auf, da lacht das Leserherz, ein spannender Fall, viel Kunst und Krempel zwischen Berlin und Wien wird da angestossen und aufgemischt, da freut sich meine Sammellust, der vierte Fall kann eingereiht werden, denn gelesen ist er im nu, eine Nacht hat da bei mir gereicht. Ein herrlicher Krimigenuss, nur leise Melancholie schwingt nach, jetzt heisst es wieder warten… auf Anna und Thomas.

Meine Wertung: 8/10

Bielefeld & Hartlieb / Im grossen Stil, Ein Fall für Berlin und Wien
Verlag: Diogenes, Seiten: 416

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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