Charlotte Lucas / Wir sehen uns beim Happy End

by Manuela Hofstätter on 7. März 2018

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Emilia Faust, Ella, lebt in Hamburg gemeinsam mit ihrem Liebsten in dessen Haus. Endlich hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht und nun ist Ella am planen, damit der schönste Tag perfekt wird. Ella schreibt überaus erfolgreich einen Blog namens “Better Endings”, sie hat zahlreiche Follower und diesen schwärmt sie nun natürlich auch von der bevorstehenden Hochzeit vor. Ellas Hauptthema aber ist es, Bücher und Filme, welche nicht gut enden umzuschreiben. Sie verpasst ihnen gekonnt ein Happy End, getreu ihrem Motto nach Oscar Wilde: “Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende”. In Ellas Leben auf jeden Fall läuft zur Zeit alles richtig gut, einzig in der Vergangenheit hat sie auch ihre eigene Lebensgeschichte ein klein wenig umgeändert und dies weiss niemand und ihre beste Freundin, die hat sich zurückgezogen, als Ella zu ihrem Liebsten gezogen ist, natürlich fehlt ihr diese Freundin schon oft. Doch dann findet Ella in der Manteltasche einen schrecklichen Brief und die Wahrheit ist, dass ihr zukünftiger Mann sie betrogen hat, er streitet dies auch gar nicht ab. Hals über Kopf verlässt Ella das Haus, mit dem Rennrad ihres Untreuen flüchtet sie in die Nacht. Ella überrennt in dieser Nacht einen Mann, nach dem üblen Sturz findet sie diesen aber nicht, sondern dann lediglich seine Schuhe und seine Geldbörse. Ella ist völlig durch den Wind und zudem von Schuldgefühlen geplagt. Was wenn sie diesem Fremden ernsthaft verletzt hat? Ella fährt zur Adresse des Fremden, auch seine Hausschlüssel hat sie gefunden, und als in der stattlichen Villa an der Elbchaussee trotz Licht im Haus niemand öffnet, dringt Ella kurz entschlossen ins Haus ein. Das Haus ist in einem desaströsen Zustand, dieser Herr Oscar de Witt scheint ein komischer Mann zu sein. Aber jetzt passiert noch weitaus Unglaublicheres, daraus resultiert, dass Ella ins Spital geht und sich dort als Oscars Schwester ausgibt, um diesem zu ersparen, dass man ihn in eine Klinik einweisen würde. Oscar de Witt hat einen Gedächtnisverlust erlitten, Ella will ihm helfen, erstens ist sie ihm das schuldig und zweitens hat sie zurzeit kein Zuhause mehr. Nach und nach findet Ella heraus, was das Leben Oscar de Witt angetan hat und nun hat Ella eine Mission, sie will ein Happy End für Oscar und ist sich sicher, dann bekommt auch sie eines und ihre Hochzeit mit ihrem Schatz wird doch noch stattfinden. Tatsächlich scheint der Treulose zu leiden, er möchte Ella zurückerobern, so scheint das Happy End in greifbarer Nähe …

Fazit: Tatsächlich eine Happy End Story!
Charlotte Lucas ist das Pseudonym der Autorin Wiebke Lorenz und unter diesem präsentiert sie hier ihren zweiten Roman, der alles bietet, was man sich von einer Liebesgeschichte nur wünschen kann. Aber “Wir sehen uns beim Happy End” wartet auch mit zwei berührenden Lebensgeschichten auf und mit etlichen anderen bewegenden Themen. Wunderschön auch, zu lesen, dass eine grosse Freundschaft wieder belebt und gelebt werden kann. Dieser Roman lässt wahrlich filmreif leiden, bangen und hoffen und ist eine süffige Lektüre mit der richtigen Dosis Tiefgang.

Meine Wertung: 8/10

Charlotte Lucas / Wir sehen uns beim Happy End
Verlag: Lübbe, Seiten: 551

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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