Claus Mikosch / Charlie und der Traum von Freiheit

by Manuela Hofstätter on 25. Januar 2016

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Herr Thomas hat in einer schon länger andauernden Beziehung, welche kurz vor der Hochzeit stand, einen Fehler begangen und so ist er wieder Single geworden. Seine Schwester hat ihm einen Nymphensittich geschenkt, damit er nicht allzu einsam sei, dabei macht sich Herr Thomas gar nichts aus Tieren, im Gegenteil, er ist ein Ordnungsfanatiker und richtet ständig alles zurecht in seiner kleinen Wohnung. So ist also der Vogel Charlie alleine in einem viel zu kleinen Käfig und wird zu pummelig und schwermütig. Charlies Tage verlaufen immer gleich, doch da plötzlich hört er Herrn Thomas summen und überhaupt wirkt er ganz aufgekratzt, dieser Mensch. Bald ist das Rätsel gelöst, es gibt eine neue Frau im Leben von Herrn Thomas, Sarah. Sarah ist so sehr das Gegenteil von Herrn Thomas, wie man dies nur sein kann; Nasenpiercing, viele Träume, Reiselust und Abenteuergeist stecken in ihr und auch ein gutes Herz. Sarah kann nicht fassen, wie Charlie so gehalten werden kann, für sie gehören Vögel sowieso in die Freiheit, doch bald ändert sich vieles im Leben des Vogels. Charlie hat einen grossen Käfig und eine Freundin bekommen, jetzt übt er mit dieser das Fliegen und kommt wieder in Form, Charlie will in Freiheit leben, das ist ihm nun so richtig klar geworden, aber seine Gefährtin sieht das anders. Sarah und Herr Thomas planen auch einiges, vielleicht werden sie gar zusammen auf eine grosse Reise gehen? Aber ob Tier oder Mensch, keiner kann gänzlich aus seiner Haut. Mut, das ist eine Sache, die man lernen kann, Freiheit ist aber für jedes Individuum eine Interpretationssache.

Claus Mikosch / Charlie und der Traum von Freiheit

Fazit: Eine Fabel über Freiheit im Leben!
Diese fabelhafte Geschichte ist recht einfach gehalten und wartet doch mit Denkanstössen auf, ein kleines, feines Buch für die Momente im Leben, wenn man gerne etwas in sich geht und überdenken will, wie es weiter gehen soll. Eine Sache hat mich aber geärgert in der deutschen Ausgabe, es ist immer die Sprache von Fräulein Sarah und Fräulein geht nun einfach gar nicht mehr in der heutigen Zeit und dazu noch von einem “jungen” Autor, zudem passt Fräulein so ganz und gar nicht zur Protagonistin Sarah.

Meine Wertung: 6/10

Claus Mikosch / Charlie und der Traum von Freiheit
(Eine Geschichte aus der Vogelperspektive)
Verlag: Herder, Seiten: 124

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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