Conor Kostick / Epic

by Manuela Hofstätter on 19. Juni 2006

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Eric, wartet gebannt mit seinem Vater auf die Heimkehr der Mutter, es steht so vieles für die Familie auf dem Spiel. Im schlimmsten Fall werden sie aus dem Dorf gehen müssen, alles verlassen, Hab Gut und Freunde, um eine schwerere Arbeit zu erledigen, etwa auf den Salzfeldern, oder in den Kohlengruben. Da, Mutter kommt zur Tür herein, müde und bleich spricht sie die vernichtenden Worte: “Ich bin Tot”. Eine ohnmächtige Wut erfasst Eric, aber in seinem Herzen wächst auch ein wilder Entschluss. Eric will seine Familie zusammen halten, will nicht weg müssen aus dem Dorf und von seinen guten Freunden. Eric stellt das ganze System in Frage, es kann nicht sein, dass die paar Leute des Zentralen Lenkungskomitees diese Macht haben und über alle regieren und oft so ungerecht sein können. Eric hat einen Traum und gute Freunde, also betritt er die virtuelle Welt Epic auf ganz andere Art und Weise. Er wählt als Spielerfigur eine wunderschöne Frau, Cindella ohne besondere Kräfte und Magie, aber sie ist eine gute Fechterin, eine Spiegelfechterin und sie versteht es zu spotten. Das Unmögliche passiert, Erics Cindella kann mit den Freunden den Drachen Inry aat töten und so erreicht die Gruppe unermesslichen Reichtum in Epic. Der letzte Drachentöter, den die Welt hatte, der sitzt im Komitee. Inzwischen hat das Komitee Panik gekriegt, zum Einen weil die wahre Identität über Erics Vater ans Licht gekommen ist, worauf sie ihn sofort in die Verbannung schickten, zum Anderen weil Eric und seine Freunde dem Komitee gefährlich werden. Es kursieren auch aufständlerische Schriften unter dem Volk. Kann die Gruppe Epic stoppen, trotz Vollstrecker und jeder Menge anderer Feinde, siegt die Freiheit?

Fazit
Kostick kennt die beiden Welten, von denen er schreibt, die Realität und das Spiel, er war und ist an vielen Entwicklungen von Internetspielen beteiligt. Aber er liebt auch das Schreiben und dies merken wir, denn Epic nimmt uns gefangen, bis zur letzten Seite. Zudem zeigt diese spannende Geschichte auch, wie sehr sich spielen in die Realität mischen kann. In der Geschichte hier, basiert ja das menschliche Leben und Überleben auf der Fähigkeit, wie gut man spielt in Epic. Spielt man aber gut, ist man im echten Leben ins Hintertreffen geraten, denn dann ist das Feld noch nicht bestellt, die Ernährung also nicht sichergestellt ect… Die Macht des Komitees wird lange Zeit aus Angst nicht hinterfragt. Epic ist, ohne zu moralisieren auch eine Aufforderung, das eigene Denken und das Gespür für Recht und Unrecht nicht zu verlieren. Ein tolles Jugendbuch !

Meine Wertung: 7/10

Conor Kostick / Epic
Verlag: Oetinger, Seiten: 366

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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