David Walliams / Gangsta-Oma

by Manuela Hofstätter on 11. März 2016

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Ben ist ein elfjähriger Junge in England, der Freitagabende hasst. Denn immer freitags bringen ihn die Eltern zu seiner Oma. Oma ist schrecklich langweilig und kocht immer nur Kohlgerichte, ihr ganzes Haus wie sie selbst auch stinken Ben also gleich auf zweierlei Art und Weise. Ben hat zudem das Gefühl, dass seine Eltern ihn nicht richtig lieb haben, sie sähen in ihm gerne einen Tänzer, doch Ben will aber Klempner werden, er weiss schon eine ganze Menge über diesen Beruf und liest die geliebte Klempnerzeitschrift immer ganz durch. Es ist ein besonders schlimmer Freitagabend, Ben hat seine Zeitschrift vergessen uns soll nun endlos mit Oma Scrabble spielen, und als er diese endlich schnarchen hört, schleicht er an ihr Telefon und ruft voller Verzweiflung seine Eltern an. Er sterbe vor Langeweile, er wolle nach Hause. Die Eltern haben Ben in dieser Nacht nicht abgeholt und am Morgen sieht Ben bei seiner Oma einen so traurigen Blick, es ist ihm gar nicht wohl dabei, hat sie etwa alles gehört in der Nacht? Als Ben am Freitag wieder zur Oma soll, lässt diese ausrichten, dass sie ausgehe. Ben kann dies nicht glauben, denn Oma geht nie weg und so legt er sich heimlich auf die Lauer und will herausfinden, wo die alte Dame überhaupt hin will. Schliesslich hat auch der Kioskmann so eine Andeutung gegenüber Ben gemacht, er meinte, Ben wisse ja gar nichts über seine Oma. Tatsächlich, Oma verlässt ihr Haus ganz in Schwarz gekleidet und rollt mit ihrem Gefährt zu einem Juwelierladen, Ben geht schreiend dazwischen, als Oma mit einer Kohlsuppenkonservendose die Schaufensterscheibe einschlagen will. Oma nimmt Ben mit sich nach Hause und ist sauer, ganz bedrohlich gucken kann sie, und Ben muss versprechen, niemals jemanden zu erzählen, was sie ihm nun gestehen wird, auch nicht seinen Eltern. Ben ist sprachlos, seine Oma ist eine gesuchte Meisterdiebin. Die folgenden Freitage werden richtig spannend, Ben bewundert die Klunker, die Oma in ihrem Leben jemals geraubt hat, und lauscht gebannt den Geschichten, die Oma dazu erzählen kann. Ben ist so stolz auf seine wilde Oma und gemeinsam beschliessen sie den verrückten Plan, die Kronjuwelen aus dem Tower von London zu stehlen. Natürlich nur, um zu beweisen, dass sie das können, denn Oma erklärt Ben, stehlen solle er nie. Ben geht an die Planung des Raubes, der in die Geschichte eingehen soll, doch dann landet Oma im Spital. Ben ist traurig, mittlerweile liebt er die Zeiten bei seiner Oma und so türmt diese kurzerhand aus dem Spital. Ben und Oma erleben tatsächlich das Abenteuer ihres Lebens, und als Ben an Weihnachten die Ansprache der Queen hört, weiss einzig er ganz alleine, warum die Queen etwas so kühnes tut, wie sie es noch nie getan hat!

David Walliams / Gangsta-Oma

Fazit: Ein abenteuerliches Märchen für kleine und grosse Kinder!
Dieses Buch ist wirklich ein Juwel und erobert unser Herz im Sturm! Ben und seine Oma erleben das Abenteuer ihres Lebens, weil sie beide zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Diese freche, lustige und auch ans Herz gehende Geschichte ruft dazu auf, dass die Kinder Geduld haben sollen mit alten Menschen und nie vergessen sollen, dass diese auch einmal Kinder waren und oft auch noch im Alter so einiges auf dem Kasten haben oder zu erzählen wissen. Bens Oma steht als Beispiel ein, wie sehr Grosseltern ihre Enkel lieben, sie bleibt uns in Erinnerung, aber es ist auch ein Buch über das Abschiednehmen, denn Bens Oma stirbt. Aber zum grossen Glück haben Enkel und Oma sich noch gefunden! Witzig, fantastisch und voller Gefühl, eine herrliche Lektüre!

Meine Wertung: 8/10

David Walliams / Gangsta-Oma
Verlag: Rowohlt, Seiten: 250

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter
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