Delphine Bertholon / Am Anfang war der Frost

by Manuela Hofstätter on 24. Januar 2015

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Ein Haus auf dem Land in Frankreich, eine herrliche, kleine Familie mit Sohn und Tochter, ein Ehepaar lebt und feiert mit ihren beiden Kindern den Alltag. Der Mann verkauft Sachen und ist dadurch oft auf Reisen, aber es geht der Familie gut, so gut sogar, dass die Hausherrin ein Mädchen anstellen kann und dadurch wieder ihrem Beruf als Krankenschwester nachkommen kann. Grace ist stolz darauf ihr eigenes Geld zu verdienen, aber das Mädchen, die kleine Polin, welche sie ins Haus geholt haben, die passt ihr nicht, das Ding ist jung, hat etwas Betörendes an sich und wird von den Kindern sogleich vergöttert. Was ist, wenn ihr Mann Charles auch diesem Charme, diesen grossen Brüsten und dieser Ausstrahlung des Mädchens erliegt? Sie ist jung, sie hat etwas an sich und das versetzt Grace in Rage. Dreissig Jahre später, die Kinder von Grace sind erwachsenen, versuchen ihr Leben zu meistern, es war nicht leicht, denn der Vater hat sie früh verlassen, der Sohn gründete eine Familie, doch das Thema Verlust ist wie ein roter Faden in seinem Leben vorhanden. Er hat seine geliebte Ehefrau verloren, versucht nun, seine süssen Zwillinge alleine zu erziehen. Die Tochter verschlingt die Männer und immer die Falschen, sie liebt ihren kleinen Bruder und doch ist die Bindung zwischen ihnen nur locker. Jetzt feiern sie wie immer Weihnachten im Haus bei der Mutter und es passieren äusserst komische Dinge und in diesem verwirrenden Durcheinander meldet sich nach dreissig Jahren Abwesenheit ausgerechnet auch noch der Vater an und will mit seinen Kindern reden.

Delphine Bertholon / Am Anfang war der Frost

Fazit: Trautes Heim, Glück vorbei!
Die Geschichte einer kleinen, feinen Familie, welche durchgerüttelt wird vom Leben, welche das Schicksal, ja fast das Unglück in fester Hand hält. Wie so oft sind es die Kinder, welche dann mit dem Scherbenhaufen ihrer Kindheit die Zukunft gestalten und ihren Weg finden müssen. In “Am Anfang war es der Frost” wohnen wir einer geheimnisvollen, schicksalsträchtigen und ungemein fesselnden Geschichte einer Familie bei, berührt werden wir, verführt und schliesslich der Wahrheit ausgeliefert. Ein wahrlich fesselndes Buch.

Meine Wertung: 7/10

Delphine Bertholon / Am Anfang war der Frost
Verlag: Limes, Seiten: 320

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter
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