Dylan Samarawickrama & Martina Zürcher / Am Ende der Strasse

by Manuela Hofstätter on 15. November 2015

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Dylan wächst in armen Verhältnissen in Sri Lanka auf, aber er ist ein kleiner Junge und voller Träume im Herzen. Nach einem Studium in England gelangt Dylan in die Schweiz, weit hat er es also schon gebracht, aber die Träume der Kindheit sind immer noch wach und im Jahr 2010 macht sich Dylan auf zu einer geradezu fantastischen Weltreise. Sein treuer Reisegefährte ist sein Motorrad Bruce. Sie legen zusammen 230’000 Kilometer zurück, durch fünf Kontinente und über achtzig Länder. Was Dylan berichtet, geht unter die Haut, und auch wenn es gefährliche, mühsame, auch mal traurige Zeiten auf seiner Reise durchaus gegeben hat, die lebensbejahende, feinfühlige und grandiose Art dieses Reisenden wirkt ansteckend und macht fröhlich. Die selbstlose Art, welche ihm in so vielen Ländern entgegengebracht wird, ist Balsam für jede Seele und ein versöhnliches Beispiel dafür, dass eben nicht nur Terror existiert, sondern auch Gastfreundschaft und ehrliche Hilfsbereitschaft.

Dylan Samarawickrama & Martina Zürcher / Am Ende der Strasse

Reisende untereinander sind auch ein eingeschworenes Volk, man hilft sich und auch Dylan lernt, einfach anzunehmen, sei das Kost und Logis oder auch gar einmal Bargeld, so allerhand Lernen kann man auf unserer schönen Erde. In Panama scheint Dylans Reise an einem Ende angekommen zu sein, keine Strassen mehr, kein Durchkommen, Dschungel allüberall. Doch wer an seine Träume glaubt, der findet immer einen Weg. Bruce wird zum Antrieb eines Flosses umgebaut, einmal mehr ist es nützlich, dass Dylan Mechaniker ist und oft auf die richtigen Menschen trifft. Was jetzt folgt, ist eine Reise in sechs Wochen über den Pazifik und dieses verrückte Unterfangen wird vollbracht auf dem mehr als abenteuerlichen Floss, auf welchem Dylan im Unwetter schon fast mit dem Leben abschliesst. Dylans Traum ist mehr als wahr geworden, es ist ein so einzigartiger Traum, man kann gar nicht darüber erzählen, dieses Buch, das muss man einfach lesen. Am Ende ist man klüger an Wissen und Lebensweisheit und isst mit Dylan am Strand von Ardita Cashewnüsse, welche die Menschen dort nicht einmal kennen.

Dylan Samarawickrama & Martina Zürcher / Am Ende der Strasse

Fazit: Lebe deinen Traum! Eine fantastische Weltreise!
Dieser Reisebericht ist schlicht umwerfend und besitzt tatsächlich die Qualität eines herrlichen Romans. Wir staunen, lernen und beginnen sofort zu träumen. Da erzählt einer mit einer Herzensweisheit und einer Lebenskraft, da sprüht der Funke über und entfacht in uns ein gewaltiges Feuer und eine Abenteuerlust unvergleichlicher Art. Das Buch ist mit Schwarz-Weiss-Fotografien dieser Reise ausgestattet und Dylan ist mit seiner Livereportage zu diesem grossen Abenteuer auf Tour durch die Schweiz. Für mich ist der Fall klar, das will ich bald sehen! www.ride2xplore.com

Meine Wertung: 8/10

Dylan Samarawickrama & Martina Zürcher / Am Ende der Strasse
Die Geschichte einer unglaublichen Reise
Verlag: Zürcher Publishing, Seiten: 342

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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