Emanuel Bergmann / Der Trick

by Manuela Hofstätter on 26. April 2016

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Wir sind in Prag im Jahre 1934 und die Familie Goldenhirsch blickt gefährlichen Zeiten entgegen. Mosche, der fünfzehnjährige Sohn, hat Mühe mit dem gestrengen Rabbi, welcher sein Vater ist, den Schlosser, welcher über ihnen wohnt, den mag er manchmal fast lieber. Heimlich geht Mosche genau mit ebendiesem Schlosser in die Zirkusvorstellung und ist hin und weg von dieser Welt in der Manege, der legendäre “Halbmondmann” betört ihn mit seinen Zaubertricks vollends und als er dessen umwerfend schöne Assistentin sieht, ist es um sein Herz geschehen. Mosche türmt, weg von seinen Eltern, direkt zum Zirkus. Der “Halbmondmann” ist froh hat er einen günstigen Helfer mehr, ahnt jedoch lange Zeit nicht, was sich hinter seinem Rücken zwischen seiner Geliebten und Mosche entwickelt. Mosche reist mit dem Zirkus nach Deutschland und nach einem überaus abenteuerlichen Leben ist er selbstständiger Zauberkünstler, der grosse Zabbatini lässt nichts anbrennen und ist berühmt. Max Cohn ist erst zehn Jahre alt, aber er ist nicht so dumm, wie seine Eltern glauben, er spürt es ganz genau, er hat genug Berichte auch von Klassenkameraden gehört, seine Eltern stehen mit grosser Sicherheit kurz vor ihrer Scheidung. Als der Vater von Max auszieht, fällt eine alte Schallplatte direkt in Max’ Hände. “Die grössten Tricks” heisst diese und ist von einem grossen Magier, Max entdeckt darauf auch den Liebeszauber, doch ausgerechnet dort hat die Platte eine Schramme. Max will seine Eltern haben, so wie sie anfangs waren, eine glückliche Ehe, verliebt und mit ihm zusammen eine feine Familie. Er steigt nachts in Los Angeles aus seinem Zimmer und macht sich auf die Suche nach dem grossen Zauberer Zabbatini, er ist sich sicher, wenn der grosse Magier noch lebt, er wird ihm helfen seine Eltern zu retten. Schliesslich feiert Max bald seinen Geburtstag und hat einzig diesen Wunsch. Wird er den alten Zauberer finden?

Emanuel Bergmann / Der Trick

Fazit: Vom Leben und von der ganz grossen Magie darin!
Dieser Roman ist allerdings kein simples Zauberkunststück, nein, wir werden hineingezogen in harte Zeiten, in eine unglaublich spannende Geschichte, wir lesen atemlos und dann erleben wir einen Zeitsprung nach vorne, erkunden mit Max seine Zeit und Not und finden mit ihm tatsächlich wahre Magie! Dieser Roman wirkt lange nach, ein Kunststück ist diesem Emanuel Bergmann geglückt, es beschert uns eine rare, fantastische Lesezeit mit seinem Buch!

Meine Wertung: 9/10

Emanuel Bergmann / Der Trick
Verlag: Diogenes, Seiten: 392

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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