Esmahan Aykol / Scheidung auf Türkisch – Ein Fall für Kati Hirschel

by Manuela Hofstätter on 7. September 2008

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Kati führt immer noch ihre Krimibuchhandlung in Istanbul, zwei Angestellte helfen ihr dabei, aber eigentlich ist sie immer knapp bei Kasse. Immerhin ernährt sich unsere Buchhändlerin inzwischen gesund, so sitzt sie jeden Mittag mit ihrem Angestellten und Freund Fofo, dem homosexuellen Spanier in einem kleinen Restaurant nahe ihres Geschäftes. Beim Essen sehen die beiden immer eine bildhübsche Frau, welche täglich vor ihrem Salatteller sitzt. Eben dieses Gesicht von derjenigen Frau, blickt ihnen nun in der Presse entgegen. Es handelt sich um die Gattin eines schwerreichen Industriellensohns, welche nun völlig unerwartet und früh aus dem Leben geschieden ist. Katis Spürsinn ist geweckt, sie will nicht einfach an einen natürlichen Todesfall glauben und beginnt zu ermitteln. Fofo leistet Kati dabei tatkräftig Hilfe, es sind ja auch alles sehr verdächtige Personen im Umfeld dieser reichen Familie vorhanden. Viele Spuren eröffnen sich den beiden Hobbyermittlern, Chem, der Mann der Verstorbenen ist eindeutig homosexuell orientiert, dies wollte die einflussreiche Familie aber auf jeden Fall geheim halten. Aber da ist auch noch die Industrie, welche rücksichtslos Umweltverschmutzung im grossen Stil betreibt, die Verstorbenen war auch eifrige Umweltaktivistin. Wie gesagt, viele Spuren erschweren den Weg zur Lösung des Falls. Aber Kati muss feststellen, das die Polizei noch viel mehr in Dunkeln tappt, schliesslich hat sie gute Verbindungen, denn der leitende Ermittler ist ein Exliebhaber von ihr. Katis und Fofos Talent ist also gefragt und auch notwendig.

Fazit
Herrlich, ein dritter Fall mit der Buchhändlerin Kati aus Istanbul. Kati ist einfach eine herrliche Figur in einem stimmigen Umfeld, der pulsierenden Stadt Istanbul. Wer einfach einmal einen süffigen Fall lesen will, der gut unterhält und aber nicht bleischwer im Magen liegen bleibt, der ist hier aufs Beste bedient!

Meine Wertung: 7/10

Esmahan Aykol / Scheidung auf Türkisch – Ein Fall für Kati Hirschel
Verlag: Diogenes, Seiten: 323

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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{ 3 comments… read them below or add one }

1 Grete_o_Grete September 28, 2010 um 14:22 Uhr

Ich hab jetzt das 1. Buch, “Hotel Bosporus”, gelesen und ich bin bislang leider wenig angetan von Kati Hirschel. Da sind schon reichlich viele Klischees enthalten, mir fehlte auch die Spannung und vor allem las sich das Buch zu keinem Zeitpunkt für mich so, als sei die Protagonistin eine Deutsche. Allein die Ansichten über Berlin (wo es laut Buch ja nur “hässliche Enten” gibt und die einzig attraktiven Frauen die Türkinnen der 3. Generation sind) waren wirklich sehr türkisch und da ich selbst ja fast ein Jahrzehnt in Berlin gelebt habe, kann ich das so einfach nicht teilen.

Hast du das Buch auch gelesen oder nur das 2. und 3.?

2 lesefieber September 28, 2010 um 21:22 Uhr

Ich hab alle gelesen, aber was du erwähnst ist mir gar nicht so aufgefallen… Hui, so lange warst du in Berlin, da bin ich ja regelrecht neidisch, tolle Stadt! Vielleicht würde dir von Kara “Selam Berlin” https://www.lesefieber.ch/buchbesprechungen/yade-kara-selam-berlin/ gefallen?

3 Grete_o_Grete September 28, 2010 um 23:32 Uhr

Das Buch klingt sehr gut! Danke für den Tipp!

Das “Hotel Bosporus” wandert jetzt zu einer Freundin von mir, sie ist Türkin und lebt auch in Berlin. Bin mal sehr gespannt, was sie dazu sagt.

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