Eva-Maria Bast / Vergissmichnicht

by Manuela Hofstätter on 23. September 2012

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Alexandra Tuleit ist eine junge Journalistin mit wilden rot gelockten Haaren und Einfühlungsvermögen. Zurzeit arbeitet sie an einer Reihe von Texten, “Geheimnisse der Heimat”, für welche sie in der Vergangenheit stöbert und Interessantes wieder hervor holt. Gerade erzählt ihr die alte Dame Elisabeth Meierle aus ihrem Leben und mehr zufällig fragt Alexandra sie noch nach einem unaufgeklärten Mordfall an einem Carlo Bader von 1980 in Überlingen. Offenbar weiss die alte Dame darüber etwas, zuerst allerdings bestreitet sie dies. Als Alexandra aber später die Dame aufgeregt am Telefonhörer hat und diese sie um ein geheimes Treffen bittet, um ihr von Carlo Brunners Mord zu erzählen, da bekommt es sogar Alexandra mit der Angst zu tun. Die Angst hat Alexandra zurecht gepackt, als sie die einsam gelegene Bank am Bodensee im Nebel erreicht, stösst sie auf die ermordete Elisabeth Meierle, Alexandras Hände sind voller Blut, sie steht unter Schock, und als die Polizei mit ihr sprechen will, klappt sie gar zusammen. Welch ein Start in einen Fall am neuen Arbeitsort denkt sich der neue Kommissar. Ole Strobehn ist aus Hamburg an den Bodensee gekommen um einen Neuanfang zu machen, jetzt stellt er fest, dass ihn seine Kollegin wohl nicht leiden mag und die erste Zeugin, welche er vernehmen will, ist nicht vernehmbar und hat zugleich in ihm starke Gefühle ausgelöst. Ein Kommissar, der sich in die erstbeste Zeugin bei einem Mordfall verliebt, das wäre ja so etwas von unprofessionell und die Kollegin hätte auch ein gefundenes Fressen um ihn, das Nordlicht auszuknipsen. Der Fall gestaltet sich sehr vertrackt, die Ermordete hat kuriose Familienverhältnisse hinterlassen, und eben darin ist auch Carlo Brunner eine wichtige Figur gewesen. Warum aber so viele Geheimnisse und Unwahrheiten in die Welt gesetzt wurden, dies gilt es nun zu klären. Tatsächlich hilft Alexandra Ole, wo sie nur kann, und weil da eben so viel zwischen ihnen ist, fühlt sie auch, dass Ole in grosse Gefahr geraten ist.

Fazit: Ein spannender Bodensee Krimi
Regionalkrimis sind nicht immer richtig spannend, aber “Vergissmichnicht” ist eine der Ausnahmen. Eine vertrackte, ungemein spannende Story, gute Wendungen, Protagonisten, die man auf Anhieb einfach mögen muss. Darum hoffe ich auch fest, dass man von Alexandra Tuleit und Ole Strobehn noch mehr wird lesen können!

Meine Wertung: 7/10

Eva-Maria Bast / Vergissmichnicht (Ein Bodensee Krimi)
Verlag: Gmeiner, Seiten: 276

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter
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