Fabio Volo / Noch ein Tag und eine Nacht

by Manuela Hofstätter on 26. Juli 2011

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Giacomo liebt die Frauen, darum kann er sich auch nicht für eine Einzelne entscheiden und lebt auch ab und zu gefährlich, wenn er vom Mann einer seiner Geliebten eins auf die Nase bekommt. Aber Giacomo ist äusserst charmant, sensibel und eigentlich gar ein bisschen verträumt. Seit Wochen lässt er sich in der Strassenbahn frühmorgens von einer Frau betören, welche ihn gar nicht wahrnimmt, doch er muss sie einfach sehen, sie ist oft so in sich versunken, schreibt in ein Heft, sie ist schlicht unbeschreiblich. Für Giacomo ist dieses schüchterne Verhalten total untypisch, auch seine beste Freundin Silvia mag ihm kaum abnehmen, dass er keine Annäherung wagt. Doch dann eines Tages bekommt die Frau aus der Strassenbahn einen Namen: Michela. Sie trinken gemeinsam einen Kaffee und unfassbarerweise hat Michela Lust darauf, Giacomo zu treffen. Alles ist anders, als es der Charmeur gewohnt ist, er ist nervös, unsicher und Michela betörend anders und so verflixt ähnlich wie er. Diese Frau will sich genau so wenig binden wie Giacomo und zudem verabschiedet sie sich auch schon, sie hat ein Jobangebot in New York angenommen und reist sofort ab, verlässt Italien für immer. Giacomo ist völlig neben der Spur und weiss nicht, warum Michela ihn dermassen verändert hat. Auch mit Ablenkungen ist diesem Zustand nicht zu entkommen und so setzt Giacomo den verrückten Plan in seinem Kopf in die Tat um und reist Michela nach. Tatsächlich interessiert sich Michela noch für ihn, die Reise und alle Mühe, sie aufzuspüren, hat sich gelohnt, wundervolle Tage beginnen für sie beiden. Während Giacomo bemerkt, dass er es mit dieser Frau vermutlich länger aushalten möchte, eröffnet sie ihm etwas total Verrücktes und setzt damit auch gleich das Ende ihrer Beziehung fest.

Fazit: Lust auf die richtige Liebesgeschichte?
Ach ja, die Liebesgeschichten, die vermochten mich ja schon lange nicht mehr gross zu fesseln. Aber Fabio Volo sei Dank, es gibt sie noch die faszinierende, aufwühlende, die grosse, einzigartige Geschichte einer Liebe. Giacomo und Michela haben mich überrascht und Volos Sprache und Stil ist etwas ganz Besonderes.

Meine Wertung: 8/10

Fabio Volo / Noch ein Tag und eine Nacht
Verlag: Diogenes, Seiten: 299

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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1 Cristina Dezember 2, 2011 um 10:28

Wundervolles Buch ! Wunderschön einzigartig – kein kitsch kein schnick Schnack ! Einfach wunderbar ! Ab der ersten Zeile wusste ich , ich liebe dieses Buch .. Die einzige Angst zu schnell zu lesen denn dann wäre es zu Ende gelesen .. <3 Fabio volo !

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