Françoise Dorner / Die letzte Liebe des Monsieur Armand

by Manuela Hofstätter on 19. Juli 2007

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Wir befinden und in Paris, nur das dies gesagt ist. Armand hat so lange Zeit versucht, in die Köpfe der jungen Menschen einen Funken von Begeisterung zu bringen, als Philosophieprofessor engagierte er sich jahrelang aufs Innigste für seine Schüler. Aber er hört selten von seinen Schülern, höchstens wenn sie tragisch verunfallt oder anderweitig abgestürzt sind. Jetzt ist Armand alt geworden, den Tod seiner Frau hat er nur schlecht verkraftet, manchmal beseelt ihn nur noch der Wunsch ihr nachgehen zu können. Seine Kinder sind inzwischen Erwachsene, zu seiner egoistischen Tochter Colette kann Armand keine Brücke mehr schlagen, aber seinen Sohn Benjamin würde er eigentlich innig lieben. Von eben diesem Sohn hat er nun gerade eine Absage erhalten, er könne die Ostertage nicht zu ihm, seinem Vater kommen, denn Frau und Kinder wollen ein paar Tage in Griechenland verbringen, dabei sei es ohnehin schon schwierig, denn die Apotheke zu leiten bereite eigentlich schon genug Arbeit. Armand fühlt sich einsam, aber es gibt da etwas in seinem Leben, das beginnt ihn zu verändern, Armand ist Pauline begegnet. Er begegnete Pauline im Bus, ihr, der offenen blutjungen und liebevollen Pauline. Dieses ungleiche Paar hat etwas Gemeinsames, beide haben sie auf ihre Art erfahren, was Verlust heisst und Einsamkeit. Das Leben wird plötzlich wieder fröhlich und farbig. etwa beim Hot Dog essen im Park, oder feststellen, dass Cola köstlich schmeckt. Es verändert sich einiges in Paris im Leben von Paulette und Armand.

Fazit
Ein witziger, kluger und warmherziger Roman. Eine betörende Geschichte, welche uns sämtliche Klischees über den Haufen wirft und uns zeigt, dass es Begegnungen im Leben gibt, welche weit über körperliche Anziehung oder lockere Freundschaft hinaus gehen. Es gibt Begegnungen, die sind pure Magie und Fügung zugleich.

Meine Wertung: 9/10

Françoise Dorner / Die letzte Liebe des Monsieur Armand
Verlag: Diogenes, Seiten: 138

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