Fred Vargas / Die dritte Jungfrau

by Manuela Hofstätter on 1. Februar 2007

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Paris, bei der Port de la Chapelle finden sich zwei männliche Leichen ein, sie wurden brutal mit einem Skalpell aufgeschlitzt. Dies ruft sofort den Kommissar Adamsberg und sein eingespieltes Team auf den Plan. Adamsberg ist soeben in ein neues Haus gezogen, ein alter skurriler Nachbar rät ihm, er solle keine Frauen ins Haus lassen, oder es am Besten gleich wieder verkaufen, denn eine Geisterfrau treibe darin ihr Unwesen. Adamsberg lässt dies kalt, es gilt einen Mörder zu suchen, aber dieser erscheint ihm wie ein Schatten. Das Team hat Zuwachs bekommen, der neue Kollege Veyrenc feindet sich offensichtlich mit seinem Chef an, Adamsberg und er stammen aus zwei benachbarten Tälern, in der Jugendzeit, soll es zu einem schrecklichen Vorfall gekommen sein, welcher mitten auf dem dunkelhaarigen Kopf Veyrens einen roten Haarabschnitt hervor gebracht hat. Der Neue ist aber auch attraktiv, bald kann er bei Camille landen, Adamsbergs früherer Geliebten und Mutter seines Sohnes. Sogar der Stützpfeiler der Truppe, die mächtige Lieutenant Retancourt, die ihrem Chef schon das Leben rettete, scheint gefallen an dem Neuen zu finden. Dabei hat das Team ganz andere Sorgen, das Drogendezernat will ihnen die Leichen wegnehmen, denn es fanden sich Einstiche von Spritzen auf den Toten. Adamsberg aber schenkt diesen einzelnen zwei Einstichen keine Beachtung, wohl aber der Erde unter den Nägeln der Toten. Diese Erde führt nämlich zu zwei geschändeten Gräbern, bei der Exhumierung der Leichen kann nichts Besonderes festgestellt werden, es handelt sich um zwei Gräber junger Frauen, zweier Jungfrauen! Als das Team erfahren muss, dass eine üble Greisenmörderin, welche Adamsberg in einem früheren Fall überführt und ins Gefängnis gebracht hat, ausgebrochen ist, nimmt der Schatten konkretere Form an. Will sich die üble Alte am Chef des Teams rächen? Retancourt und ausgerechnet der Neue, sollen Adamsberg beschützen. Spuren führen das Team zu einem alten Pfarrer, der eine seltene Schrift besitzt in welcher die Zusammensetzung eines ganz besonderen Elixiers steht, ein Elixier des ewigen Lebens. Plötzlich ergibt auch eine zufällige Bekanntschaft auf dem Lande, als Adamsberg in einer Beitz von Dörflern aufgenommen wird einen Sinn und Faden zu dem Fall. Die Dörfler berichteten von einem Mörder, einem brutalen Hirschmörder, das Elixier enthält genau eine Zutat von je drei Hirschen und genau drei dieser mächtigen Tiere wurden so schlimm zugerichtet. Giert die wahnsinnige Greisenmörderin nach dem Elixier und treibt ihr Unwesen? Als Retancourt verschwindet gerät das Team in arge Aufruhr und der Neue unter bösen Verdacht…

Fazit
Diese Vargas, das kann man nicht beschreiben, man muss sie einfach lesen ! Für mich ist dies der Krimi des Jahres 2007 und von diesem Thron wird ihn sicher nichts mehr stossen. Das Team um Jean Baptist Adamsberg ist so ureigen und wächst so ans Herz und ehrlich gesagt, er ist doch der Kommissar aller Kommissare, man liebt ihn einfach, und wie. Spannung pur, aber so viele Spuren und Charakteren, so viele gelungene Feinheiten aber auch Sprachlich ausgefeilt, ein Juwel, vom Feinsten !

Meine Wertung: 9/10

Fred Vargas / Die dritte Jungfrau
Verlag: Aufbau, Seiten: 474

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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